Jakominiplatz
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
Route:Landpartie (Graz) Landpartie.kml
47° 4' 2.06" N, 15° 26' 33.18" E
Jakominiplatz
1796 setzte Jakomini die Übertragung der 1664 (nach der siegreichen Schlacht bei St. Gotthard) errichteten Mariensäule vom Karmeliterplatz auf den zuerst nach Kaiser Joseph II. benannten Platz durch; die 1928 auf den Platz Am Eisernen Tor übertragene Madonna blickte damals nach Osten. Der "Prospect" von 1796 zeigt schon die Stelle der noch heute bestehenden Standln, den "Tantler Platz", den "Grosen Barometer" beim heutigen Dorothem, das Gasthof "Stadt Triest" (ehem. Hotel Steirerhof) und gegenüber an der Ecke zur Schmiedgasse das Gegenstück "Stadt Venedig".
Schon die Stadterweiterung von 1856 brachte erste Vorschläge von Landesbaudirekto Martin Kink, den Platz völlig umzubauen, was auch 1925, 1956 und in den 1960er Jahren neuerlich diskutiert wurde. Inzwischen hat man aber erkannt, dass das Ensemble des Jakominihauses (Jakominiplatz 16) und der beiden den Jakominiplatz nach Nordwest und Nordost abschließenden Häuserzeilen von stadtgeschichtlicher Relevanz, weil hier Stadtentwicklung und Baustil vom Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts ablesbar sind.
Seit 1883 die erste Linie der Pferdetramway vom Bahnhof hierher führte, ist der Jakominiplatz zur Verkehrs-Drehscheibe geworden, dessen Neugestaltung 1995 nicht den Geschmack aller Grazer traf. Trotz der Standln und Imbißläden unter den Bäumchen an der Nordseite, ist der Jakomini-Platz der Grazer Platz mit dem höchsten Tempo. Der Schnellebigkeit unserer Tage ist es wohl auch zuzuschreiben, dass sich auch altangestammte Lokale, wie die "Traminer Weinstube" nicht halten können.