Josefigasse 47
Österreich » Steiermark » Graz » 8020
Route:Südtirolerplatz bis Lendplatz (Graz) Südtirolerplatz bis Lendplatz.kml
47° 4' 32.16" N, 15° 25' 42.42" E
"Ehemaliger Schwizen-Gülthof"
Hinter dem Herrenhaus befand sich ein großer Freigarten, der den Landständen untertan war (die Ansicht von Andreas Trost, Graz von Osten 1699, zeigt einen großen Gartenpavillon). 1663 war er im Besitz der Stürckh und der Gräfin Saurau. Baronin F. von Schwizen vermachte die Gründe dem Stifte St. Lambrecht; der Miterbe Landrat A. Stuppan v. Ehrenstein errichtete mit acht Untertanen die sogenannte Schwizengült (siehe Josefigasse 73). (Nach ÖKT 1984)
Die Josefigasse hieß im 18. Jh. „Lange Gasse hinter dem Lendplatz“, darauf Johannesgasse; der Name dürfte von der Johannes-Nepomuk-Kapelle stammen, die sich bis 1882 neben der Toreinfahrt zum Haus Nr. 47 befunden hatte (siehe die Federzeichnung).
Zuletzt war dort das Gasthaus Gehringer, das laut Bericht des Standard lange Zeit Treffpunkt der FPÖ und der Identitären war. Anschließend entstand dort ein "Hipster-Pop-up", in dem Partys und Kunstausstellungen stattfanden.[1]Kommentare
Als hier ein Bauvorhaben bekannt wird, reagiert die Stadtplanung damit, dass die hier geltende Bebauungsplan-Pflicht deshalb nicht zum Tragen kommen muss, weil es sich um eine "Baulücke" in einer Blockrandbebauung handelt. Eine solche würde aber erst durch den Abbruch des Baubestandes (Josefigasse 34, 45 und 47) entstehen!
Im August 2024 wird mit dem Abbruch des Hauses Josefigasse 43 begonnen, der Gülthof soll angeblich 2025 dran glauben müssen. Es wird deshalb noch einmal eine Anfrage an das Bundesdenkmalamt gerichtet.