Kleegasse 4: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Baugeschichte

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Datei: Kleegasse_4,_Portal_Rosenkranzgasse.JPG| Portal in der Bürgerspitalgasse (Foto Laukhardt 2011)
Datei: Kleegasse_4,_Portal_Rosenkranzgasse.JPG| Portal Bürgerspitalgasse "360" und "BR" (Foto Laukhardt 2011)
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Version vom 31. August 2011, 21:16 Uhr

47° 3' 55.86" N, 15° 25' 58.12" E

Ehemaliges Betenmacherhaus

Betenmacher hießen in früheren Jahrhunderten die Erzeuger von Rosenkränzen; darauf weist auch die nahe gelegene Gasse hin. Das hier gezeigte Haus wurde vor 1754 erbaut und 1766 vom Betenmacher B. Rankl erworben, in dessen Familie das Gebäude bis 1900 blieb. Umbauten erfolgten 1786 und 1880 (durch Stadtmaurermeister A. NEUBAUER).

Das zweigeschossige Gebäude mit seinem doppelten Schopfwalmgiebel ist aus drei Häusern zusammengebaut (die Achsen sind 4:6:5) und um zwei kleine Innenhöfe gruppiert, mit einem Durchgang zur Bürgerspitalgasse. Die Fassaden sind schmucklos, zur Kleegasse und Bürgerspitalgasse befinden sich in der Fassadenmitte jeweils ein Korbbogen-Steinportal mit Keilstein und quadratischen Kämpfern. Die Kunsttopographie beschreibt noch 1984 weiter: "gleichzeitige gedoppelte Torflügel mit mittleren Türknopf auf Kleeblatt-Beschlag. Keilstein jeweils bze. "BR" (= B. Rankl) und (Nr.) "360", in der Bürgerspitalgasse Kämper bez. "17" "86". Im Erdgeschoß Stichkappen- und Kreuzgratgewölbe, im Obergeschoß vereinzelt einfache Stuckplafonds mit eingetieftem Mittelfeld in geschwungener Umrißlinie. Im zweiten Hof offener Gang im Obergeschoß mit hölzernem Pfettengeländer, um 1780, und Gußgitter, um 1880.

(Nach: ÖKT 1984)

Kommentar: Dieses Bauwerk ist seit der Darstellung in der Kunsttopographie 1984 stark verändert worden, so ist die Südfront völlig neu fassadiert und neue Fenster eingebaut worden. Die beiden Haustore sind nicht mehr im Originalzustand. Das Haus stand auch nicht unter Denkmalschutz und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Es wäre daher wichtig, die Erhaltung des restlichen Bestandes zu sichern und im Falle einer anstehenden Restaurierung auf eine teilweise Rückführung der derzeitigen Gestaltung zu drängen.

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