Plachelhofstraße 11: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Baugeschichte

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Der einzige, heute noch erhaltene Hof in diesem Stadtteil ist der sogenannte "Plachelhof" in der Plachelhofstraße 11a (eigentlich einer Fortsetzung der Zahnstraße), im 19. Jahrhundert auch als "Triesterhof" bezeichnet. Er wird 1753 erstmals genannt, als der Brauer J. Rusterholzer einen mit 1.400 Gulden geschätzten Hof in der Karlau nächst dem "Hochgerichte" erwarb, das sich im Bereich des heutigen Kriegerfriedhofs in der Alten Poststraße befand. Die Inschrift über dem steinernen Rundbogenportal im Norden "I.R.H. 1746" deutet wohl auf einen grundlegenden Umbau durch Jakob Rusterholzer hin, der 1735 der Stadt Graz den Bürgereid geleistet hatte (ein Josef Rusterholzer erst 1755). 1796 war es im Besitze von A. Plachl, nach Auskunft der derzeitigen Besitzerin eine Bräuerin. Dann wechselten die Besitzer. Um 1830/40 kam es zu verschiedenen Umbauten (Fassade), die vermutlich Dr. M. Musill in Auftrag gab. 1901/02 wurde an der Südseite eine Terrasse angebaut und im Inneren erfolgten Umbauten durch den Architekten HANS PRUCKNER. Bis 1928 ware hier die "Alpenländischen Impfstoffwerke" untergebacht, damals wurden Stallungen und Nebengebäude an- oder umgebaut. Nach 1928 im Besitz der "Österreichischen Realitäten-A.-G. 1936 hat der Vater der heutigen Besitzerin an der Südseite des Hauptgebäudes einen Turm angebaut. In die Gartenmauer sind sieben verschiedene gußeiserne Maskarons eingelassen, die von der ehemaligen Hauptbrücke (heute: Erzherzog-Johann-Brücke) stammen.   
Der einzige, heute noch erhaltene Hof in diesem Stadtteil ist der direkt an der Geländekante des "Wagrain" gelegene, sogenannte "Plachelhof" in der Plachelhofstraße 11a (auf Stadtplänen oft als eine Fortsetzung der Zahnstraße gezeichnet), im 19. Jahrhundert auch als "Triesterhof" bezeichnet und mit der Hausnummer Triesterstraße 266 geführt. Er wird 1753 erstmals genannt, als der Brauer J. Rusterholzer einen mit 1.400 Gulden geschätzten Hof in der Karlau nächst dem "Hochgerichte" erwarb, das sich im Bereich des heutigen Kriegerfriedhofs in der Alten Poststraße befand. Die früher datierte Inschrift über dem steinernen Rundbogenportal im Norden "I.R.H. 1746" deutet wohl auf einen grundlegenden Umbau durch Jakob Rusterholzer hin, der 1735 der Stadt Graz den Bürgereid geleistet hatte (ein Josef Rusterholzer erst 1755). 1796 war der Hof im Besitze von A. Plachl, nach Auskunft der derzeitigen Besitzerin eine Bräuerin. Dann wechselten die Besitzer. Um 1830/40 kam es zu verschiedenen Umbauten (Fassade), die vermutlich Dr. M. Musill in Auftrag gab. 1901/02 wurde an der Südseite eine Terrasse angebaut und im Inneren erfolgten Umbauten durch den Architekten HANS PRUCKNER. Bis 1928 ware hier die "Alpenländischen Impfstoffwerke" untergebacht, damals wurden Stallungen und Nebengebäude an- oder umgebaut. Nach 1928 im Besitz der "Österreichischen Realitäten-A.-G. 1936 hat der Vater der heutigen Besitzerin an der Südseite des Hauptgebäudes einen Turm angebaut. In die Gartenmauer sind sieben verschiedene gußeiserne Maskarons eingelassen, die von der ehemaligen Hauptbrücke (heute: Erzherzog-Johann-Brücke) stammen.   
Durch die Liquidierung des im "Plachelhof" untergebrachten Serumwerkes und durch Parzellierung des Areals entstand die "Staudachersiedlung", 1921 von der Gemeinde beschlossen.
Durch die Liquidierung des im "Plachelhof" untergebrachten Serumwerkes und durch Parzellierung des Areals entstand die "Staudachersiedlung", 1921 von der Gemeinde beschlossen.



Version vom 21. Oktober 2011, 20:04 Uhr

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Ehemaliger Plachelhof

Der einzige, heute noch erhaltene Hof in diesem Stadtteil ist der direkt an der Geländekante des "Wagrain" gelegene, sogenannte "Plachelhof" in der Plachelhofstraße 11a (auf Stadtplänen oft als eine Fortsetzung der Zahnstraße gezeichnet), im 19. Jahrhundert auch als "Triesterhof" bezeichnet und mit der Hausnummer Triesterstraße 266 geführt. Er wird 1753 erstmals genannt, als der Brauer J. Rusterholzer einen mit 1.400 Gulden geschätzten Hof in der Karlau nächst dem "Hochgerichte" erwarb, das sich im Bereich des heutigen Kriegerfriedhofs in der Alten Poststraße befand. Die früher datierte Inschrift über dem steinernen Rundbogenportal im Norden "I.R.H. 1746" deutet wohl auf einen grundlegenden Umbau durch Jakob Rusterholzer hin, der 1735 der Stadt Graz den Bürgereid geleistet hatte (ein Josef Rusterholzer erst 1755). 1796 war der Hof im Besitze von A. Plachl, nach Auskunft der derzeitigen Besitzerin eine Bräuerin. Dann wechselten die Besitzer. Um 1830/40 kam es zu verschiedenen Umbauten (Fassade), die vermutlich Dr. M. Musill in Auftrag gab. 1901/02 wurde an der Südseite eine Terrasse angebaut und im Inneren erfolgten Umbauten durch den Architekten HANS PRUCKNER. Bis 1928 ware hier die "Alpenländischen Impfstoffwerke" untergebacht, damals wurden Stallungen und Nebengebäude an- oder umgebaut. Nach 1928 im Besitz der "Österreichischen Realitäten-A.-G. 1936 hat der Vater der heutigen Besitzerin an der Südseite des Hauptgebäudes einen Turm angebaut. In die Gartenmauer sind sieben verschiedene gußeiserne Maskarons eingelassen, die von der ehemaligen Hauptbrücke (heute: Erzherzog-Johann-Brücke) stammen. Durch die Liquidierung des im "Plachelhof" untergebrachten Serumwerkes und durch Parzellierung des Areals entstand die "Staudachersiedlung", 1921 von der Gemeinde beschlossen.

(Nach: Pirchegger, Häuserbuch; ÖKT 1984; Laukhardt, Alt-Graz in der Vorstadt)

Kommentar: Das kunsthistorisch und auch industriegeschichtlich bedeutende Gebäude, steht nicht unter Denkmalschutz und befindet sich in keiner Altstadt-Schutzzone. Es wäre dem Bundesdenkmalamt dringend anzuraten, eine Unterschutzstellung und die Sicherung der Maskarons zu prüfen.

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