Stanglmühlstraße 30: Unterschied zwischen den Versionen

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Datei: Murstromkarte_mit_Pfeffer-Mühle_1787.JPG | Pfeffer-Mühl (StLA, Murstromkarte)
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Datei: Pfeffermühl.JPG | Franz Xaver Pfeffer und seine Mühle (StLA, Bäckerbuch)
Datei: Pfeffer-Mühle_1787.JPG| Franz Xaver Pfeffer und seine Mühle (StLA, Bäckerbuch)
Datei:Stanglmühlstraße_30,_Stangl-Mühle_1.JPG| Die Mühle von Osten (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Stanglmühlstraße_30,_Stangl-Mühle_1.JPG| Die Mühle von Osten (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Stanglmühlstraße 30. Stangl-Mühle 2.JPG| Anlage von Westen (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Stanglmühlstraße 30. Stangl-Mühle 2.JPG| Anlage von Westen (Foto Laukhardt 2011)

Version vom 2. Mai 2012, 13:19 Uhr

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Ehemalige "Stangl-Mühle"

Die ehemalige Hofmühle der Herrschaft Liebenau beherbergte für etwas mehr als 20 Jahre, nämlich von 1759 bis nach 1780, die damals einzige steirische Schnupftabakfabrik. Die Qualität wurde jedoch immer kritisiert. Nachdem 1780 die Produktion in Fürstenfeld konzentriert worden war, ersteigerte der Grazer Bäcker Franz Xaver Pfeffer 1787 die Anlage um 6.000 Gulden und richtete hier wieder eine Getreidemühle ein. Auf der Murstromkarte aus dieser Zeit ist diese Mühle als "Pfeffermühle" gut zu erkennen. Entsprechend der letzten Besitzerreihe wird die Mühle seit 1935 Stanglmühle genannt. Ihr Grundriß hat sich seit der ersten Hälfte des 19. Jh. kaum verändert. Der Komplex besteht noch immer aus dem Mühlengebäude, dem Herrenhaus und Nebengebäuden. Die Energie bezog die Mühle aus dem westlich vorbeifließenden, dem schon 1466 genannten Overholzerischen Mühlgang, der von der Friedl-Mühle nach Süden floss, aber nach dem verheerenden Hochwasser von 1916 aufgelassen wurde.

Nach: Ernst, Schnupftabak in Graz 1996; Kubinzky-Wenter, Straßennamen)

Kommentar: Das ehemalige Mühlen-Ensemble ist ein Zeugnis der kleinindustriellen Struktur am ehemaligen Liebenauer Mühlgang. Seiner Erhaltung sollte auch wegen der geschichlichen Bedeutung für die Tabakproduktion in der Steiermark weiterhin Augenmerk geschenkt werden.

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