Heinrichstraße 43: Unterschied zwischen den Versionen

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==Hüttenbrenner-Haus==
==Ehem. Gülthof "Rosenegg", auch "Hüttenbrenner-Haus" genannt==


Dieser ehemalige Gülthof "Rosenegg" war im 19. Jh. im Besitz des Komponisten und Schubert-Freundes Anselm Hüttenbrenner. Das Gebäude hat eine bewegte Geschichte, wie uns Pirchegger in seinem Häuserbuch erzhält: Die Witwe schenkte die ganze Gült Rosenegg ihrem Verwalter Anselm Hütten¬brenner, dessen Sohn veräußerte sie 1835 dem L. Warnhauser, 1853 u. 1870 Ed. Eichler, 1900 W. Miller u. A. Sturm.
Die geschichtliche, künstlerische und kulturelle Bedeutunge dieses vorwiegend im 17. und 18. Jh. unter teilweisem Einschluss von Bausubstanz des 16. Jhs. errichteten Gebäudes liegt zunächst darin, dass es sich um ein typisches und gut erhaltenes Beispiel für einen Ansitz im städitschen Umland handelt. Das Geidorf galt schon im 16. Jh. als bevorzugte Gegend für derartige Herrschaftssitze. Der ehemalige Gülthof hat nicht nur eine historische interessante Besitzgeschichte, sondern vermittelt durch seine Baugeschichte auch einen Einblick in verschiedene Entwicklungsstufen der Wölb- und Mauertechnik, beginnend mit dem im Keller teilweise erhaltenen Steinmauerwerk. Eine besondere Bedeutung erhält der Bau durch den frühbarocken Stiegenaufgang mit seinen intakt erhaltenen Säulenarkaden. Von der Ausstattung ist die Stuckdekoration des frühen 18. Jhs. hervozuheben.
Dieser  Im Jahre 1919 erwarb es der Spirituosenfabrikant Berthold Broch, 1938 verfiel es jedoch der "Arisierung" und wurde erst 1953 an die Erben restituiert. Es steht ebenso wie die benachbarte "Klöcher-Perle" (Heinrichstraße 45) unter Denkmalschutz.   
 
Das Gebäude hat eine bewegte Geschichte, wie uns Pirchegger in seinem Häuserbuch erzhält: Schon 1590 wird hier ein Herrschaftshof erwähnt, Ende des 17. Jh. waren die Herberstein und die Saurau-Dietrichstein Besitzer. 1788 erwarb den Rosenhof Valentin von Rosenegg. Seine Witwe schenkte die ganze Gült Rosenegg ihrem Verwalter Anselm Hütten¬brenner, dessen Sohn veräußerte sie 1835 dem L. Warnhauser, 1853 u. 1870 Ed. Eichler, 1900 W. Miller u. A. Sturm. Im Jahre 1919 erwarb es der Spirituosenfabrikant Berthold Broch, der das Gebäude und die Straßenfront restaurieren ließ (Dreiecksgiebel mit dem Datum „1919“. 1938 verfiel es jedoch der "Arisierung" und wurde erst 1951 an die Erben restituiert. Es steht ebenso wie die benachbarte "Klöcher-Perle" (Heinrichstraße 45) unter Denkmalschutz.   
 
Dieser ehemalige Gülthof "Rosenegg" war im 19. Jh. im Besitz des Komponisten und Schubert-Freundes Anselm Hüttenbrenner.
 
(Nach: Pirchegger, Häuserbuch; BDA; Janusch, Geidorf; ÖKT 2013)


[[Kategorie: Schutz-Kataster Geidorf]][[Kategorie: Gedenkstätten]]
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Version vom 30. Januar 2014, 16:34 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8010


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Ehem. Gülthof "Rosenegg", auch "Hüttenbrenner-Haus" genannt

Die geschichtliche, künstlerische und kulturelle Bedeutunge dieses vorwiegend im 17. und 18. Jh. unter teilweisem Einschluss von Bausubstanz des 16. Jhs. errichteten Gebäudes liegt zunächst darin, dass es sich um ein typisches und gut erhaltenes Beispiel für einen Ansitz im städitschen Umland handelt. Das Geidorf galt schon im 16. Jh. als bevorzugte Gegend für derartige Herrschaftssitze. Der ehemalige Gülthof hat nicht nur eine historische interessante Besitzgeschichte, sondern vermittelt durch seine Baugeschichte auch einen Einblick in verschiedene Entwicklungsstufen der Wölb- und Mauertechnik, beginnend mit dem im Keller teilweise erhaltenen Steinmauerwerk. Eine besondere Bedeutung erhält der Bau durch den frühbarocken Stiegenaufgang mit seinen intakt erhaltenen Säulenarkaden. Von der Ausstattung ist die Stuckdekoration des frühen 18. Jhs. hervozuheben.

Das Gebäude hat eine bewegte Geschichte, wie uns Pirchegger in seinem Häuserbuch erzhält: Schon 1590 wird hier ein Herrschaftshof erwähnt, Ende des 17. Jh. waren die Herberstein und die Saurau-Dietrichstein Besitzer. 1788 erwarb den Rosenhof Valentin von Rosenegg. Seine Witwe schenkte die ganze Gült Rosenegg ihrem Verwalter Anselm Hütten¬brenner, dessen Sohn veräußerte sie 1835 dem L. Warnhauser, 1853 u. 1870 Ed. Eichler, 1900 W. Miller u. A. Sturm. Im Jahre 1919 erwarb es der Spirituosenfabrikant Berthold Broch, der das Gebäude und die Straßenfront restaurieren ließ (Dreiecksgiebel mit dem Datum „1919“. 1938 verfiel es jedoch der "Arisierung" und wurde erst 1951 an die Erben restituiert. Es steht ebenso wie die benachbarte "Klöcher-Perle" (Heinrichstraße 45) unter Denkmalschutz.

Dieser ehemalige Gülthof "Rosenegg" war im 19. Jh. im Besitz des Komponisten und Schubert-Freundes Anselm Hüttenbrenner.

(Nach: Pirchegger, Häuserbuch; BDA; Janusch, Geidorf; ÖKT 2013)

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