Ursprungweg 70: Unterschied zwischen den Versionen

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Über einen weiteren Besitzer erfahren wir: Dr. Franz Georg Strafella, zeitweilig Vizebürgermeister von Graz, geboren 1891 in Pettau, baute auf dem Familiensitz, Schloss Oberandritz, eine kleine Destillerie auf. Während des Dritten Reiches im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, baute er nach 1945 die Oberandritzer Destillerie in kürzester Zeit zu einem industriellen Unternehmen aus, das weit über 100 Produkte erzeugte und sich bald auch in der Fruchtsaftproduktion erfolgreich engagierte.
Über einen weiteren Besitzer erfahren wir: Dr. Franz Georg Strafella, zeitweilig Vizebürgermeister von Graz, geboren 1891 in Pettau, baute auf dem Familiensitz, Schloss Oberandritz, eine kleine Destillerie auf. Während des Dritten Reiches im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, baute er nach 1945 die Oberandritzer Destillerie in kürzester Zeit zu einem industriellen Unternehmen aus, das weit über 100 Produkte erzeugte und sich bald auch in der Fruchtsaftproduktion erfolgreich engagierte.
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|Bildbeschreibung2=Tor beim Rotmoosweg
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Version vom 2. Juni 2016, 23:33 Uhr

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Österreich » Steiermark » Graz » 8045



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47° 6' 47.89" N, 15° 25' 33.98" E

Ehem. Schloss Oberandritz

Urkundliche Hinweise aus dem Mittelalter nennen hier schon sechs Huben, die zu einem Gutshof gehörten, dessen Besitz später in die Herrschaft der Stadecker aufgegangen ist.

Auf einer Umgebungskarte von Graz ist an dieser Stelle eine "Villa Smolle" eingezeichnet. 1892 schreibt Hans von der Sann (eigentlich Johann Kainz) in seinem Buch "Andritz und Umgebung" über den Ansitz folgendes: "Von den Gebäuden in Ober-Andritz verdient die Villa MÜLLER genannt zu werden. Diese ist Eigentum des Gutsbesitzers und Gewerken Herrn THEODOR MÜLLER, eines Mannes von seltenen Herzenseigenschaften, der ein warmer Freund der Schule und der Jugend, wie auch ein großer Wohltäter der Armen ist und sich der allgemeinen Liebe und Verehrung bei der Bevölkerung erfreut, Die Villa, im Schweizerstile gebaut, zeigt in ihrer inneren prächtigen Ausstattung den feinen Geschmack und Kunstsinn des Besitzers, und ist von einem großen, schönen, mit Statuen, Blumenbosketts- und Baumgruppen gezierten Lustgarten umgeben. Zur Villa Müller gehört auch noch der Strasserhof, einst ein ländlicher, nun in ein schmuckes Landhaus umgestalteter Bau." Der tschechische Historiker Michal Schuster weiß 2016 zu berichten: Theodor Müller (1828-1898) hat 1875-90 die mährische Herrschaft Borotin besessen, vor 1862 den Großgrundbesitz Oberandritz gekauft, auf dem er von 1891 bis zu seinem Tod 1898 gelebt hat. Er ist in einer Gruft in St. Veit begraben. Müller war in den 1870er Jahren mit dem Orden vom Heiligen Grab ausgezeichnet worden. Der Naturforschenden Verein in Brünn gedachte 1900 seines verstorbenen Mitglieds.

Über einen weiteren Besitzer erfahren wir: Dr. Franz Georg Strafella, zeitweilig Vizebürgermeister von Graz, geboren 1891 in Pettau, baute auf dem Familiensitz, Schloss Oberandritz, eine kleine Destillerie auf. Während des Dritten Reiches im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, baute er nach 1945 die Oberandritzer Destillerie in kürzester Zeit zu einem industriellen Unternehmen aus, das weit über 100 Produkte erzeugte und sich bald auch in der Fruchtsaftproduktion erfolgreich engagierte.

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