Stattegger Straße 44: Unterschied zwischen den Versionen

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|Textabschnitt=Der Inschrift über dem Eingang ins Herrenhaus nach wurde die Rielmühle im Jahre 1371 erbaut. Urkundlich belegt ist 1363 der Verkauf von ''ainn hoff vnd ain mül gelegen zu Endercz'' durch ''Nicla auz der Sparerstrazz'' an den Verweser ''Hertelein von Teuffenpach''. Von 1542 datiert eine weitere Nennung. Noch heute präsentiert sich der Komplex von Mühle, Wirtschaftsgebäude und Wohnhaus in einem hervorragenden Erhaltungszustand.  
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Das Wohnhaus ist ein vierachsiger, dreigeschossiger Schopfwalmgiebelbau. Sein Baukern ist spätgotisch, das Haus weist mehrere kreuzgrat- und stich- kappengewölbte Räume auf. Im 2. Viertel des 17. Jh. erfolgte ein Umbau, vermutlich durch Peter Reicher. Die Fassade stammt aus dem 2. Viertel des 19. Jh. und ist durch ein Gitterwerk und durch ein Floriani-Fresko zwischen der ersten und zweiten Achse des Obergeschosses geschmückt. Das Mühlengebäude am Andritzbach birgt zum Teil noch Original-Einrichtungen und wird als "Kunst-Mühle" genutzt.
Das Wohnhaus ist ein vierachsiger, dreigeschossiger Schopfwalmgiebelbau. Sein Baukern ist spätgotisch, das Haus weist mehrere kreuzgrat- und stich- kappengewölbte Räume auf. Im 2. Viertel des 17. Jh. erfolgte ein Umbau, vermutlich durch Peter Reicher. Die Fassade stammt aus dem 2. Viertel des 19. Jh. und ist durch ein Gitterwerk und durch ein Floriani-Fresko zwischen der ersten und zweiten Achse des Obergeschosses geschmückt. Das Mühlengebäude am Andritzbach birgt zum Teil noch Original-Einrichtungen und wird als "Kunst-Mühle" genutzt.
Das nach einer Mitteilung von Frau Renate Riel 1861 erbaute Stallgebäude (Stattegger Straße 40) weist sehr schöne Stadelluken auf.
|Bildname1=Stattegger_Straße_44,_Rielmühle_Gesamt.JPG
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|Bildbeschreibung1=Herrenhaus, Mühle und Stall
|Aufnahmejahr1=Laukhardt 2011
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|Bildbeschreibung2=Herrenhaus, Eingang 1371
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Version vom 20. Juli 2020, 15:12 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8045



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47° 6' 56.45" N, 15° 25' 21.07" E

"Rielmühle"

Der Inschrift über dem Eingang ins Herrenhaus nach wurde die Rielmühle im Jahre 1371 erbaut. Urkundlich belegt ist 1363 der Verkauf von ainn hoff vnd ain mül gelegen zu Endercz durch Nicla auz der Sparerstrazz an den Verweser Hertelein von Teuffenpach. Von 1542 datiert eine weitere Nennung. Noch heute präsentiert sich der Komplex von Mühle, Wirtschaftsgebäude und Wohnhaus in einem hervorragenden Erhaltungszustand.

Das Wohnhaus ist ein vierachsiger, dreigeschossiger Schopfwalmgiebelbau. Sein Baukern ist spätgotisch, das Haus weist mehrere kreuzgrat- und stich- kappengewölbte Räume auf. Im 2. Viertel des 17. Jh. erfolgte ein Umbau, vermutlich durch Peter Reicher. Die Fassade stammt aus dem 2. Viertel des 19. Jh. und ist durch ein Gitterwerk und durch ein Floriani-Fresko zwischen der ersten und zweiten Achse des Obergeschosses geschmückt. Das Mühlengebäude am Andritzbach birgt zum Teil noch Original-Einrichtungen und wird als "Kunst-Mühle" genutzt.

Das nach einer Mitteilung von Frau Renate Riel 1861 erbaute Stallgebäude (Stattegger Straße 40) weist sehr schöne Stadelluken auf.



Kommentare

Der einzigartige, pittoreske Komplex der Rielmühle ist leider nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzone.

Eine Unterschutzstellung wäre daher dem Bundesdenkmalamt dringend nahe zu legen.

Laukhardt 22:52, 20. Sep. 2011 (CEST)

Nach unserer Urgenz erhalten wir am 15.7.2020 das folgende erfreuliche Schreiben des Bundesdenkmalamtes: … vorab darf ich Ihnen um Ihr Interesse um die Belange des Denkmalschutzes danken. Zu Ihrer Anregung, die Riel-Mühle unter Denkmalschutz zu stellen wird mitgeteilt, dass das Prüfverfahren nach wie vor im Laufen ist, aber in Kürze nun doch zum Abschluss gebracht werden soll.

Laukhardt (Diskussion) 11:06, 16. Jul. 2020 (CEST)

Einzelnachweise

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