Kirchweg 1: Unterschied zwischen den Versionen

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{{#vardefine:Koordinate| 47° 5'24.28"N,   15°24'50.46"E}}{{Karte}}
{{Adresse
|Straße=Kirchweg
|Hausnummer=1
|PLZ=8051
|Ort=Graz
|Denkmalschutz=Nein
|Bundesland=Steiermark
|Land=Österreich
|aktuellerStatus=Sonstiges
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{{Karte
|Koordinaten=47.09191, 15.41237
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{{TextBilder
|Textabschnittstitel=Denkmal und Massengräber von 1809
|Textabschnitt=Die Besetzung der Stadt Graz durch französische Truppen im Sommer 1809 und acht vergebliche Versuche, die Festung auf dem Schloßberg zu stürmen, hat vielen Franzosen das Leben gekostet. Die Angaben darüber schwanken stark. Aus einem Stadtplan von ca. 1910 ist zu erkennen, dass sich im Bereich zwischen Mühlgang, Schippingerstraße, Augasse und Kirchweg Massengräber der Franzosen befunden haben. Der alte Name "Kreuzgasse" der heutigen Max-Reger-Gasse bezieht sich auf ein Kruzifix an der Ecke zur Augasse, das auf einer Tafel besagt: "Dem Gedächtnis der zur Zeit der Franzosenkriege 1797-1814 verstorbenen und auf dieser Au im Massengräbern beerdigten österreichischen und französischen Soldaten". Die Gasse führt Richtung Mühlgang zur Begräbnisstätte. In der Nähe hatten die französischen Divisionen auch ein Lager aufgeschlagen. Im Jahre 1913 wurde bei Kirchweg 1 das Denkmal in Form eines Marmor-Obelisken auf einem Sandsteinsockel errichtet, "Zur Erinnerung an die gefallenen Franzosen im Jahre 1809". Der französischer Text besagt: "A LA MEMOIRE DES SOLDATS FRANCAIS MORTS EN 1809. A NOUS LE SOUVENIR A EUX L'IMMORTALITES. LE SOUVENIR FRANCAI 1913".


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(Nach: DEHIO 1979, Laukhardt, Graz 2010)
Datei:Kirchweg_1,_Massengräber_1809_(Stadtplan_1904).JPG|Französische Massengräber von 1809 im Stadtplan 1910
|Bildname1=Kirchweg_1,_Massengräber_1809_(Stadtplan_1904).JPG
Datei:Kirchweg_1,_Franzosendenkmal_1809_2.jpg| Obelisk Kirchweg 1(Foto Laukhardt 2010)
|Bildbeschreibung1=Französische Massengräber von 1809 im Stadtplan 1910
Datei:Kirchweg_1,_Franzosendenkmal_Franz-Straße.jpg| Erinnerung an gefallene Franzosen (Foto Laukhardt 2010)
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Datei:Oeverseegase_16,_Stall.JPG| Stallgebäude, Nordseite (Foto Laukhardt 2011)
|Bildbeschreibung2=Obelisk Kirchweg 1
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|Aufnahmejahr2=2010
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|Bildbeschreibung3=Erinnerung an gefallene Franzosen
|Aufnahmejahr3=2010
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|Bildbeschreibung4=Französischer Text
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|Bildbeschreibung5=Kruzifix in der Augasse
|Aufnahmejahr5=2012
|Bildname6=Max-Reger-Gasse_1,_Tafel_1797-1814.jpg
|Bildbeschreibung6=Gedenktafel beim Kruzifix
|Aufnahmejahr6=2012
}}
[[Kategorie:Schutz-Kataster Gösting]][[Kategorie:Denkmalwürdig]][[Kategorie: gefährdet (Graz)]]


==Franzosen-Denkmal von 1809==
{{References}}
 
{{Denkmalschutz}}
Der bedeutende Grazer Architekt Georg Hauberrisser d. Ä. hat die Feldzeugamtskaserne 1844 errichtet. Das Gebäude in der Lazarettgasse b hat 17 Achsen und drei Geschosse. Die einfache Fassadengliederung ist durch ein rustiziertes Sockelgeschoss und steinerne rechteckige Fenstergewände geziert. Das breite Rechteckportal in der Gebäudemitte ist von Pilastern gerahmt und bekrönt von einem flachen, angedeuteten Giebel. Zusammen mit Lazarettgasse 21 wurde der Komplex auch als Artillerie-Feld-Zeughaus bezeichnet. Im anschließenden, an die Oeverseegasse grenzenden Hofareal links und rechts die ehemaligen Stallungen, zwei eingeschossige Trakte. Der nördliche zeichnet sich durch drei Rundbogensteinportale aus der Bauzeit aus, im Inneren sind Gewölbe durch weite Gurtbögen unterteilt.
{{Discussion}}
 
Das ehemalige Kasernengebäude, seit langem Miethaus stand mit dem Hauptgebäude in der Lazarettgasse, dem Hofeinfahrtstor und dem Hofgebäude bis vor kurzem unter Denkmalschutz; dieser wurde jedoch vor kurzem aufgehoben. 
(Nach: ÖKZ 1984)
''Kommentar: Durch Proteste der Anrainer gegen einen Bebauungsplan wurde der skandalöse Vorgang um die Aufhebung des Denkmalschutzes publik. Investoren wollen die Stallungen im Hof niederlegen und zwei Punkt-Häuser errichten, die zu den umliegenden Bauten in keinem erkennbaren Raumverhältnis stehen. Die Vorgangsweise, den Schutz auch der Stallungen aufzuheben, weil am Hauptgebäude unerlaubt gebaut wurde, empört die Liebhaber des Grazer Bauerbes. Bisher wurde nicht bekannt, ob der verantwortliche Bauherr die vorgesehene Geldbuße geleistet hat.''
 
[[Benutzer:Laukhardt|Laukhardt]] 00:00, 15. Okt. 2011 (CEST)
 
[[Kategorie:Schutz-Kataster Gries]][[Kategorie:Lazarettgasse]][[Kategorie:Adresse]][[Kategorie: gefährdet]][[Kategorie:aktuell]]

Aktuelle Version vom 9. November 2021, 22:19 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8051



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47° 5' 30.88" N, 15° 24' 44.53" E

Denkmal und Massengräber von 1809

Die Besetzung der Stadt Graz durch französische Truppen im Sommer 1809 und acht vergebliche Versuche, die Festung auf dem Schloßberg zu stürmen, hat vielen Franzosen das Leben gekostet. Die Angaben darüber schwanken stark. Aus einem Stadtplan von ca. 1910 ist zu erkennen, dass sich im Bereich zwischen Mühlgang, Schippingerstraße, Augasse und Kirchweg Massengräber der Franzosen befunden haben. Der alte Name "Kreuzgasse" der heutigen Max-Reger-Gasse bezieht sich auf ein Kruzifix an der Ecke zur Augasse, das auf einer Tafel besagt: "Dem Gedächtnis der zur Zeit der Franzosenkriege 1797-1814 verstorbenen und auf dieser Au im Massengräbern beerdigten österreichischen und französischen Soldaten". Die Gasse führt Richtung Mühlgang zur Begräbnisstätte. In der Nähe hatten die französischen Divisionen auch ein Lager aufgeschlagen. Im Jahre 1913 wurde bei Kirchweg 1 das Denkmal in Form eines Marmor-Obelisken auf einem Sandsteinsockel errichtet, "Zur Erinnerung an die gefallenen Franzosen im Jahre 1809". Der französischer Text besagt: "A LA MEMOIRE DES SOLDATS FRANCAIS MORTS EN 1809. A NOUS LE SOUVENIR A EUX L'IMMORTALITES. LE SOUVENIR FRANCAI 1913". (Nach: DEHIO 1979, Laukhardt, Graz 2010)



Kommentare

Das Denkmal liegt in keiner Altstadt-Schutzzone und ist nicht denkmalgeschützt. Über den Bereich der Massengräber hat die Stadtbaudirektion die künftige Trasse der Straßenbahnlinie 9 "Nordwestlinie" nach Gösting geplant. Es ist daher unumgänglich notwendig, das Areal und das Denkmal unter Schutz zu stellen. Ein Bebauungsplan aus dem Jahre 2008 müsste daher dringend überarbeitet werden. Laukhardt 13:39, 16. Okt. 2011 (CEST)

Einzelnachweise

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