Grabenstraße 39: Unterschied zwischen den Versionen
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Baravalle, Burgen, schreibt: Der Orthof war wahrscheinlich ursprünglich ein einfacher Bauernhof oder ein dienstbares Grundstück im Besitz derer von Graben. Vermutlich gelangte das Gut durch Erbteilung oder durch Heirat an die Perner. Die Perner hatten den Hof wahrscheinlich bereits in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts als Lehen inne. Zwischen 1449 und 1452 kaufte Bernhard Rindschad den Hof von Wolfgang Perner ab, und legte sich den Zunamen „von Graben“ zu. Einer Gültschätzung aus dem Jahr 1542 nach schien der Hof zu jener Zeit herabgekommen zu sein. | Baravalle, Burgen, schreibt: Der Orthof war wahrscheinlich ursprünglich ein einfacher Bauernhof oder ein dienstbares Grundstück im Besitz derer von Graben. Vermutlich gelangte das Gut durch Erbteilung oder durch Heirat an die Perner. Die Perner hatten den Hof wahrscheinlich bereits in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts als Lehen inne. Zwischen 1449 und 1452 kaufte Bernhard Rindschad den Hof von Wolfgang Perner ab, und legte sich den Zunamen „von Graben“ zu. Einer Gültschätzung aus dem Jahr 1542 nach schien der Hof zu jener Zeit herabgekommen zu sein. | ||
|Bildname1=1681, Orthof | |||
|Bildbeschreibung1=Der Orthof (Vischers Schlösserbuch) | Pirchegger, Häuserbuch (Auszug): 1542 Ritter Chr. RINDSCHEIDT am Graben, 1560 M. Ruepr. Pfeilburg, der die Schwester u. Erbin Christophs geheiratet hatte; er richtete nun einen Untertanshof (Rindtspergerhof) [wohl eher Rindscheidthof?] als „arme geringe Wohnung u. Meierhof“ ein u. ließ sich deshalb 2 Pfund 16 Pfennig aus dem Gültbuch abschreiben; den Meierhof übergab er seinem Sohn, die Gült (untertänige Häuser) verk. er 1570 den Rindscheidt zurück. 1605 kaufte F. MASCHWANDER den Meierhof (1 ½ Pfund Herrengült). 1659 Dr. J. A. PURKSTALLER, Schrannenadvokaten, 1667 J. E. ORTENHOFEN, Rentamsadjunkten [Anm.: Von hier stammt offenbar der 1681 auf einem Stich von Vischer erwähnte Name „Orthof“, der leicht mit dem Vorgängerbau des Schlosses Eggenberg verwechselt wird]. Weitere interessante Besitzer: 1685 M. v. GERA, 1754 Freiin Karoline von Schwizen, 1797 der aus Wien nach Graz gezogene Dr. Veit Josef Stahel, der auch mit den französischen Besatzern verhandelte. 1811 kaufte den Ansitz Graf Ludwig v. St. Leu, der Bruder Napoleons I., doch er trat noch im selben Jahre vom Kaufe zurück und büßte dabei 8.000 Gulden ein. | ||
|Bildname1=1681, Orthof Grabenstraße.JPG | |||
|Bildbeschreibung1=Der Orthof (Vischers Schlösserbuch) | |||
|Aufnahmejahr1=1681 | |Aufnahmejahr1=1681 | ||
|Bildname2=grabs039.jpg | |Bildname2=grabs039.jpg | ||
Aktuelle Version vom 22. April 2022, 18:09 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
47° 5' 1.82" N, 15° 26' 12.41" E
Caritas-Haus "Paulinum", ehem. Villa Haertel bzw. Orthof
2012 wurde der Bau neuerlich adaptiert. und im Hof ein neues Caritas-Zentrum errichtet. (Historisches nach Sikora, Rindtscheidt-Hof; ÖKT 2013)
Baravalle, Burgen, schreibt: Der Orthof war wahrscheinlich ursprünglich ein einfacher Bauernhof oder ein dienstbares Grundstück im Besitz derer von Graben. Vermutlich gelangte das Gut durch Erbteilung oder durch Heirat an die Perner. Die Perner hatten den Hof wahrscheinlich bereits in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts als Lehen inne. Zwischen 1449 und 1452 kaufte Bernhard Rindschad den Hof von Wolfgang Perner ab, und legte sich den Zunamen „von Graben“ zu. Einer Gültschätzung aus dem Jahr 1542 nach schien der Hof zu jener Zeit herabgekommen zu sein.
Pirchegger, Häuserbuch (Auszug): 1542 Ritter Chr. RINDSCHEIDT am Graben, 1560 M. Ruepr. Pfeilburg, der die Schwester u. Erbin Christophs geheiratet hatte; er richtete nun einen Untertanshof (Rindtspergerhof) [wohl eher Rindscheidthof?] als „arme geringe Wohnung u. Meierhof“ ein u. ließ sich deshalb 2 Pfund 16 Pfennig aus dem Gültbuch abschreiben; den Meierhof übergab er seinem Sohn, die Gült (untertänige Häuser) verk. er 1570 den Rindscheidt zurück. 1605 kaufte F. MASCHWANDER den Meierhof (1 ½ Pfund Herrengült). 1659 Dr. J. A. PURKSTALLER, Schrannenadvokaten, 1667 J. E. ORTENHOFEN, Rentamsadjunkten [Anm.: Von hier stammt offenbar der 1681 auf einem Stich von Vischer erwähnte Name „Orthof“, der leicht mit dem Vorgängerbau des Schlosses Eggenberg verwechselt wird]. Weitere interessante Besitzer: 1685 M. v. GERA, 1754 Freiin Karoline von Schwizen, 1797 der aus Wien nach Graz gezogene Dr. Veit Josef Stahel, der auch mit den französischen Besatzern verhandelte. 1811 kaufte den Ansitz Graf Ludwig v. St. Leu, der Bruder Napoleons I., doch er trat noch im selben Jahre vom Kaufe zurück und büßte dabei 8.000 Gulden ein.- Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Der Orthof (Vischers Schlösserbuch) - 1681
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Ansicht 2002 (Foto AGIS) - 2002