Engelsdorfer Straße 54: Unterschied zwischen den Versionen

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|Stadtbezirk=Liebenau
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Im Lexikon der Steiermark von Schmutz (1820) heißt es zu Engelsdorf u.a.: "Die gleichnahmige Gült hat ihre Unterthanen in Engelsdorf und Liebenau; ihr dermahliger Besitzer ist Joseph Egger. Diese Gült gehörte vorher den Dominikanerinnen zu Gratz. Hier ist eine bedeutende Mühle an einem Murarm. Im R. St. heißt dieses Dorf Engelhärtsdorf." Das bedeutet, dass dieses Dorf schon 1265 im "Rationarium Styriae" verzeichnet ist.
In die (zweite) Gründungsurkunde für die Grazer Universität hat Erzherzog Ferdinand II. am 1. Jänner 1602 folgende Widmung eingefügt: "Die Mühle in Engelsdorf, von Thomas Pelzhofer erkauft, zu deren Grundstücken wir noch hinzugeben alle Auen der Mühle öst- und westlich bis zum Murflusse, gegen Mittag und Norden aber von der Mühle des Johannes Harrer und der Waldung Peter Casals gelegen." (Muchar, Universität).
In einem Verzeichnis von 1878 wird Franz Egger, Müllermeister in Engelsdorf genannt. Er war auch der Besitzer des Gutes Engelsdorf mit dem eben beschriebenen Herrenhaus.


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(Nach: Pirchegger, Fernitzer Feld; DEHIO Graz, 1979; Lang, Liebenau).
Datei:Petersbergenstraße_164.JPG| Hof und Nebengebäude (Foto Laukhardt 2011)
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[[Kategorie:Schutz-Kataster Liebenau]][[Kategorie:schutzlos]]


==Bauernhof==
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{{Denkmalschutz}}
Das Gehöft besteht aus dem Wohngebäude mit rückwärtigem Veranda-Eingang und einem Nebengebäude. Die charakteristischen Gebäude in schöner Aussichtslage sind in gepflegtem Zustand.
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''Kommentar: Das alte Gehöft macht einen malerischen Eindruck. Der Verfasser dieser Zeilen hat hier 1945 einen Tiefflieger-Angriff miterlebt. weshalb sich das Haus in sein Gedächtnis eingeprägt hat.''
 
[[Kategorie:Schutz-Kataster St. Peter]][[Kategorie:Petersbergenstraße]][[Kategorie:Adresse]]

Aktuelle Version vom 5. März 2024, 22:01 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8041



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47° 1' 47.53" N, 15° 27' 40.97" E

Gutshof Engelsdorf

Das Gehöft besteht aus dem Wohngebäude, an das ein langgestrecktes Wirtschaftsgebäude anschließt. An der Nord-Fassade haben die Besitzer eine Inschrift angebracht: "Engelharts Gutshof im 12. Jh.", basierend auf den Angaben von Lang, der die Gründung von Engelsdorf-Vatersdorf mit dem 1164 genannte Hadmar vom Ennstal gleichsetzt; tatsächlich wird im "Rationarium Styrie", dem von König Ottokar in Auftrag gegebenem Urbar von 1265 ein "Engelhartsdorf" erwähnt. An der Ostfassade befindet sich ein bemerkenswertes Sandsteinrelief; es zeigt Maria mit Jesus als Wickelkind nach Art des Philipp Jakob Straub um 1735/40.

Im Lexikon der Steiermark von Schmutz (1820) heißt es zu Engelsdorf u.a.: "Die gleichnahmige Gült hat ihre Unterthanen in Engelsdorf und Liebenau; ihr dermahliger Besitzer ist Joseph Egger. Diese Gült gehörte vorher den Dominikanerinnen zu Gratz. Hier ist eine bedeutende Mühle an einem Murarm. Im R. St. heißt dieses Dorf Engelhärtsdorf." Das bedeutet, dass dieses Dorf schon 1265 im "Rationarium Styriae" verzeichnet ist. In die (zweite) Gründungsurkunde für die Grazer Universität hat Erzherzog Ferdinand II. am 1. Jänner 1602 folgende Widmung eingefügt: "Die Mühle in Engelsdorf, von Thomas Pelzhofer erkauft, zu deren Grundstücken wir noch hinzugeben alle Auen der Mühle öst- und westlich bis zum Murflusse, gegen Mittag und Norden aber von der Mühle des Johannes Harrer und der Waldung Peter Casals gelegen." (Muchar, Universität). In einem Verzeichnis von 1878 wird Franz Egger, Müllermeister in Engelsdorf genannt. Er war auch der Besitzer des Gutes Engelsdorf mit dem eben beschriebenen Herrenhaus.

(Nach: Pirchegger, Fernitzer Feld; DEHIO Graz, 1979; Lang, Liebenau).



Kommentare

Das sicher sehr alte Gehöft - die Datierung in das 12. Jh. ist nicht exakt zu belegen - macht einen malerischen Eindruck. Es ist zu hoffen, dass es nicht durch den Bau der "Südspange" in Mitleidenschaft gezogen wird.

Einzelnachweise

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