Weinzödl 44: Unterschied zwischen den Versionen

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|Straße=Weinzödl
|Hausnummer=44
|PLZ=8046
|Ort=Graz
|Denkmalschutz=Nein
|Bundesland=Steiermark
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|Textabschnittstitel=Schmiedwirt in Weinzödl
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Die Familie Pachler hat die Erinnerungen an Vorfahren und Vorgänger in einem Archiv aufbewahrt, das von Allmer zusammengestellt wurde. Im Maria-Theresianischen Kataster, der auf ein Urbar von 1753 verweist, lesen wir, "was jeder Unterthan an Rustical~ und Herren Forderung künftighin zu verichten hat“. Auf Nr. 7 der Tabelle finden wir (für den heutigen Schmiedwirt) einen Mathias Handl, der 2 lb 0 ß und 16 d (Pfund, Schilling, Pfennig) an „Rusticalabgabe“ zu leisten hatte; dazu kam ein „unsteuermäßiger Gelddienst“ von 2/2/14, „Klein Rechten“ von 4 Hühnern und 40 Eiern, als Robot-Leistung „Tägl. Hand oder Fuhr Robath mit der Roß“ und schließlich als „Fleisch Kreüzer“ 2 lb 2 ß. Erst in der als Folge der Revolution 1848 angeordneten Grundbefreiung wurden diese, vorher etwas abgewerteten Verpflichtungen 1850 abgeschafft und mussten den Grundbesitzern zu zwei Dritteln bar oder durch Hypotheken abgelöst werden, was viele Bauern in den Ruin trieb – der Staat hatte ein Drittel übernommen. Hier liegt auch der Anfang des heutigen Bankenwesens begründet.
Datei:Weinzödl_44, Blick von Ruine.JPG | Weinzödl von der Ruine Gösting aus (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Weinzödl,_Kapelle,_Figuren.JPG|Inneres der Kapelle(Foto Laukhardt 2011)
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==Schmiedwirt in Weinzödl==
Im Bauparzellen-Protokoll zum Franziszeischen Kataster von 1829 finden wir ein "Kleinhäusl" in Weinzodl 46 mit dem Besitzer Franz Hasiba, vulgo Schmidt. Das weist darauf hin, dass es hier ursprünglich eine Schmiede gegeben hat.


Etwas nordwestlich des Zentrums von Weinzödl steht seit Jahrhunderten dieses alte Gasthaus.  
(Aus: Archiv Pachler; Franz. Kataster)
 
|Bildname1=Weinzödl_44,_Schmiedwirt.JPG
(Nach: Hans von der Sann, Andritz; DEHIO 1979)
|Aufnahmejahr1=Laukhardt 2011
 
|Bildbeschreibung1=Der Schmiedwirt heute
''Kommentar: Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare Ensemble ist das Kernstück des ehemaligen Weinbauerndorfes Weinzödl. Das Haus Weinzödl 37 ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Seiner Erhaltung bzw. gestalterischen Verbesserung sollte großes Augenmerk gewidmet werden, wozu eine Ausweisung als Dorfgebiet wünschenswert wäre (siehe auch Weinzödl 44).''
|Bildname2=Schmiedwirt,_Krindlhofer_2.JPG
 
|Bildbeschreibung2=Der Gasthof um 1920 (Archiv Pachler)
[[Kategorie:Schutz-Kataster Andritz]][[Kategorie:Weinzödl]][[Kategorie:Adresse]][[Kategorie:aktuell]][[Kategorie:8046]]
|Bildname3=Schmiedwirt,_Hochwasser,_22.5.1938.JPG
|Bildbeschreibung3=Hochwasser am 22. Mai 1938 (Archiv Pachler)
}}
[[Kategorie:Schutz-Kataster Andritz]]
{{Discussion}}
{{References}}
{{Denkmalschutz}}

Aktuelle Version vom 8. März 2015, 22:58 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8046



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47° 6' 34.22" N, 15° 23' 8.34" E

Schmiedwirt in Weinzödl

Etwas nordwestlich des Zentrums von Weinzödl steht seit Jahrhunderten dieses alte Gasthaus, natürlich in mehrfach umgebauter Form. An seiner Stirnseite ist ein schönes Floriani-Fresko aus neuerer Zeit zu sehen.

Die Familie Pachler hat die Erinnerungen an Vorfahren und Vorgänger in einem Archiv aufbewahrt, das von Allmer zusammengestellt wurde. Im Maria-Theresianischen Kataster, der auf ein Urbar von 1753 verweist, lesen wir, "was jeder Unterthan an Rustical~ und Herren Forderung künftighin zu verichten hat“. Auf Nr. 7 der Tabelle finden wir (für den heutigen Schmiedwirt) einen Mathias Handl, der 2 lb 0 ß und 16 d (Pfund, Schilling, Pfennig) an „Rusticalabgabe“ zu leisten hatte; dazu kam ein „unsteuermäßiger Gelddienst“ von 2/2/14, „Klein Rechten“ von 4 Hühnern und 40 Eiern, als Robot-Leistung „Tägl. Hand oder Fuhr Robath mit der Roß“ und schließlich als „Fleisch Kreüzer“ 2 lb 2 ß. Erst in der als Folge der Revolution 1848 angeordneten Grundbefreiung wurden diese, vorher etwas abgewerteten Verpflichtungen 1850 abgeschafft und mussten den Grundbesitzern zu zwei Dritteln bar oder durch Hypotheken abgelöst werden, was viele Bauern in den Ruin trieb – der Staat hatte ein Drittel übernommen. Hier liegt auch der Anfang des heutigen Bankenwesens begründet.

Im Bauparzellen-Protokoll zum Franziszeischen Kataster von 1829 finden wir ein "Kleinhäusl" in Weinzodl 46 mit dem Besitzer Franz Hasiba, vulgo Schmidt. Das weist darauf hin, dass es hier ursprünglich eine Schmiede gegeben hat.

(Aus: Archiv Pachler; Franz. Kataster)

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