Grabenstraße 39: Unterschied zwischen den Versionen
Aus Baugeschichte
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|Textabschnitt=Auf dem Areal des schon Mitte des 15. Jhdts. genannten "Hofes am Graben" und des 1542 erwähnten "Rindtscheidt-Hofes", dessen Besitz oft wechselte und u.a. nach 1754 dem Freiherrn von Schwitzen gehörte, wurde 1851/52 nach Plänen von Wappler und Bauer erbaut, ausgeführt von Aichinger. Spätere Umbaupläne von Andrea Franz (1875) und Josef Laber (1887) wurden offenbar nicht | |Textabschnitt=Auf dem Areal des schon Mitte des 15. Jhdts. genannten "Hofes am Graben" und des 1542 erwähnten "Rindtscheidt-Hofes", dessen Besitz oft wechselte und u.a. nach 1754 dem Freiherrn von Schwitzen gehörte, wurde 1851/52 nach Plänen von Wappler und Bauer eine Villa erbaut, ausgeführt von Aichinger. Spätere Umbaupläne von Andrea Franz (1875) und Josef Laber (1887) wurden offenbar nicht umgesetzt. 1909 kam die Liegenschaft in Besitz des Paulusvereines, der hier ein Erziehungshaus und eine Schule unterbrachte sowie eine Kinderspielhalle (nach 1911) errichtete. Die notwendigen Adaptierungsarbeiten führte vermutlich Josef Strohmeier durch. Zum Areal gehörte einst eine großzügige Gartenanlage, die heute z.T. von modernen Sportanlage genutzt wird. Zahlreiche Umbauten des 20. Jahrhunderts haben die Fassade der Villa beeinträchtigt, die Struktur des Baukörpers ist jedoch noch erkennbar. Besonders eindrucksvoll ist das Vestibül. | ||
2012 wurde der Bau neuerlich adaptiert und im Hof - zum Teil anstelle des Hauses Grabenstraße 43 - ein modernes Caritas-Zentrum errichtet. | 2012 wurde der Bau neuerlich adaptiert und im Hof - zum Teil anstelle des Hauses Grabenstraße 43 - ein modernes Caritas-Zentrum errichtet. | ||
(Historisches nach Sikora, Rindtscheidt-Hof) | (Historisches nach Sikora, Rindtscheidt-Hof) | ||
Baravalle, Burgen, schreibt: Der Orthof am Graben, auch Rindschadhof genannt, ist ein ehemaliger Grazer Edelhof. Seine Geschichte geht bis auf die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Er wurde im 19. Jahrhundert zu einer Villa umgebaut und gehört heute der Caritas Österreich. Der Orthof war wahrscheinlich ursprünglich ein einfacher Bauernhof oder ein dienstbares Grundstück im Besitz derer von Graben. Vermutlich gelangte das Gut durch Erbteilung oder durch Heirat an die Perner. Die Perner hatten den Hof wahrscheinlich bereits in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts als Lehen inne. Zwischen 1449 und 1452 kaufte Bernhard Rindschad den Hof von den Pernern ab, und legte sich den Zunamen „von Graben“ zu. Einer Gültschätzung aus dem Jahr 1542 nach schien der Hof zu jener Zeit herabgekommen zu sein. Am 30. November 1561 schenkte Margareta Rindschad den Besitz ihrem Gatten Maximilian Ruepp. Dieser ließ einen Hof am Graben zu einer Wohnung ausbauen, dabei dürfte es sich allerdings nicht um den Orthof gehandelt haben. | |||
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Version vom 24. April 2018, 09:49 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
47° 5' 1.83" N, 15° 26' 12.42" E
Caritas-Haus "Paulinum", ehem. Villa Haertel bzw. Orthof
Auf dem Areal des schon Mitte des 15. Jhdts. genannten "Hofes am Graben" und des 1542 erwähnten "Rindtscheidt-Hofes", dessen Besitz oft wechselte und u.a. nach 1754 dem Freiherrn von Schwitzen gehörte, wurde 1851/52 nach Plänen von Wappler und Bauer eine Villa erbaut, ausgeführt von Aichinger. Spätere Umbaupläne von Andrea Franz (1875) und Josef Laber (1887) wurden offenbar nicht umgesetzt. 1909 kam die Liegenschaft in Besitz des Paulusvereines, der hier ein Erziehungshaus und eine Schule unterbrachte sowie eine Kinderspielhalle (nach 1911) errichtete. Die notwendigen Adaptierungsarbeiten führte vermutlich Josef Strohmeier durch. Zum Areal gehörte einst eine großzügige Gartenanlage, die heute z.T. von modernen Sportanlage genutzt wird. Zahlreiche Umbauten des 20. Jahrhunderts haben die Fassade der Villa beeinträchtigt, die Struktur des Baukörpers ist jedoch noch erkennbar. Besonders eindrucksvoll ist das Vestibül.
2012 wurde der Bau neuerlich adaptiert und im Hof - zum Teil anstelle des Hauses Grabenstraße 43 - ein modernes Caritas-Zentrum errichtet. (Historisches nach Sikora, Rindtscheidt-Hof)
Baravalle, Burgen, schreibt: Der Orthof am Graben, auch Rindschadhof genannt, ist ein ehemaliger Grazer Edelhof. Seine Geschichte geht bis auf die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Er wurde im 19. Jahrhundert zu einer Villa umgebaut und gehört heute der Caritas Österreich. Der Orthof war wahrscheinlich ursprünglich ein einfacher Bauernhof oder ein dienstbares Grundstück im Besitz derer von Graben. Vermutlich gelangte das Gut durch Erbteilung oder durch Heirat an die Perner. Die Perner hatten den Hof wahrscheinlich bereits in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts als Lehen inne. Zwischen 1449 und 1452 kaufte Bernhard Rindschad den Hof von den Pernern ab, und legte sich den Zunamen „von Graben“ zu. Einer Gültschätzung aus dem Jahr 1542 nach schien der Hof zu jener Zeit herabgekommen zu sein. Am 30. November 1561 schenkte Margareta Rindschad den Besitz ihrem Gatten Maximilian Ruepp. Dieser ließ einen Hof am Graben zu einer Wohnung ausbauen, dabei dürfte es sich allerdings nicht um den Orthof gehandelt haben.- Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
- Foto AGIS - 2002