Puchstraße 17: Unterschied zwischen den Versionen

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|Textabschnittstitel=Ehem. Gottinger, später Tagger-Mühle
|Textabschnittstitel=Ehem. Rusterholzer, dann Gottinger, später Tagger-Mühle
|Textabschnitt=Das Gelände gehörte zu den Gründen des nach 1589 von Erzherzog Karl II. erbauten landesfürstlichen Lust- und Jagdschlosses Karlau, dem auch eine Mühle angegliedert war. Das heute noch bestehende alte Hauptgebäude am Mühlgang ist zwar durch Fassaden-Überlagerungen unansehnlich geworden, besitzt jedoch noch die originale Sockelzone und ein sehr schönes Portal mit den Initialen St:G: (Stephan Gottinger) und der Jahreszahl 1800. Das weist auf den bedeutenden Grazer Mühlenbesitzer Stephan Gottinger hin, der auch die Rösselmühle besaß und 1809 zu den Rettern des Glockenturms gehörte. Auf dem Franziszeischen Kataster von 1829 sehen wir die "Göttinger"-Mühle ebenfalls deutlich, auf Stadtplänen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts lesen wir auf einem Plan "Roverdinček-Mühle" (nach dem Häuserbuch von Pirchegger von 1927 jedoch in der damaligen Laubgasse 17: 1838 F. POBRATINSCHEGG).  
|Textabschnitt=Das Gelände gehörte zu den Gründen des nach 1589 von Erzherzog Karl II. erbauten landesfürstlichen Lust- und Jagdschlosses Karlau, dem auch eine Mühle angegliedert war. Das heute noch bestehende alte Hauptgebäude am Mühlgang ist zwar durch Fassaden-Überlagerungen unansehnlich geworden, besitzt jedoch noch die originale Sockelzone und ein sehr schönes Portal mit den Initialen St:G: (Stephan Gottinger) und der Jahreszahl 1800. Das weist auf den bedeutenden Grazer Mühlenbesitzer Stephan Gottinger hin, der auch die Rösselmühle besaß und 1809 zu den Rettern des Glockenturms gehörte. Auf dem Franziszeischen Kataster von 1829 sehen wir die "Göttinger"-Mühle ebenfalls deutlich, auf Stadtplänen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts lesen wir auf einem Plan "Roverdinček-Mühle" (nach dem Häuserbuch von Pirchegger von 1927 werden in der damaligen Laubgasse 17 genannt: 1786 J. Rusterholzer, Bräuer; 1798 St. Gottinger; 1838 F. Pobratinschegg).  
1926 pachtete Hans Tagger senior die Gemeindemühle, die seither den Familiennamen trägt. Anfang der 90er-Jahre produzierte das Werk 20.000 bis 25.000 Tonnen Futtermittel  jährlich. 2003 musste "Tagger Koch", die das operative Geschäft verwalteten, Konkurs anmelden. Der Grazer Standort wurde von "Tagger Feed Mill GmbH" weiterbetrieben. Im Mai 2004 wurde aufgrund der Geruchsbelästigung noch eine neue Abluftreinigungsanlage eingebaut. Im September 2004 wurde das Werk jedoch geschlossen. Im Jänner 2010 übernahm Markus Trummer das Gelände von der Hypo.
1926 pachtete Hans Tagger senior die Gemeindemühle, die seither den Familiennamen trägt. Anfang der 90er-Jahre produzierte das Werk 20.000 bis 25.000 Tonnen Futtermittel  jährlich. 2003 musste "Tagger Koch", die das operative Geschäft verwalteten, Konkurs anmelden. Der Grazer Standort wurde von "Tagger Feed Mill GmbH" weiterbetrieben. Im Mai 2004 wurde aufgrund der Geruchsbelästigung noch eine neue Abluftreinigungsanlage eingebaut. Im September 2004 wurde das Werk jedoch geschlossen. Im Jänner 2010 übernahm Markus Trummer das Gelände von der Hypo.
Ein Zentrum für Kultur, Freizeit und Kreativität soll hier in den kommenden Jahren entstehen. Und der erste kleine Teil des Projekts ist auch schon abgeschlossen. Anfang Oktober 2010 bezog der Grazer Verlag "edition keiper" die Büro- und Lagerräumlichkeiten im revitalisierten Bürogebäude des Taggerwerks. Darüber haben Fotografen, Grafiker und Ziviltechniker bereits ihr Büro bezogen.
Ein Zentrum für Kultur, Freizeit und Kreativität soll hier in den kommenden Jahren entstehen. Und der erste kleine Teil des Projekts ist auch schon abgeschlossen. Anfang Oktober 2010 bezog der Grazer Verlag "edition keiper" die Büro- und Lagerräumlichkeiten im revitalisierten Bürogebäude des Taggerwerks. Darüber haben Fotografen, Grafiker und Ziviltechniker bereits ihr Büro bezogen.

Version vom 11. April 2016, 14:08 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8020



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47° 3' 6.39" N, 15° 26' 4.60" E

Ehem. Rusterholzer, dann Gottinger, später Tagger-Mühle

Das Gelände gehörte zu den Gründen des nach 1589 von Erzherzog Karl II. erbauten landesfürstlichen Lust- und Jagdschlosses Karlau, dem auch eine Mühle angegliedert war. Das heute noch bestehende alte Hauptgebäude am Mühlgang ist zwar durch Fassaden-Überlagerungen unansehnlich geworden, besitzt jedoch noch die originale Sockelzone und ein sehr schönes Portal mit den Initialen St:G: (Stephan Gottinger) und der Jahreszahl 1800. Das weist auf den bedeutenden Grazer Mühlenbesitzer Stephan Gottinger hin, der auch die Rösselmühle besaß und 1809 zu den Rettern des Glockenturms gehörte. Auf dem Franziszeischen Kataster von 1829 sehen wir die "Göttinger"-Mühle ebenfalls deutlich, auf Stadtplänen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts lesen wir auf einem Plan "Roverdinček-Mühle" (nach dem Häuserbuch von Pirchegger von 1927 werden in der damaligen Laubgasse 17 genannt: 1786 J. Rusterholzer, Bräuer; 1798 St. Gottinger; 1838 F. Pobratinschegg).

1926 pachtete Hans Tagger senior die Gemeindemühle, die seither den Familiennamen trägt. Anfang der 90er-Jahre produzierte das Werk 20.000 bis 25.000 Tonnen Futtermittel jährlich. 2003 musste "Tagger Koch", die das operative Geschäft verwalteten, Konkurs anmelden. Der Grazer Standort wurde von "Tagger Feed Mill GmbH" weiterbetrieben. Im Mai 2004 wurde aufgrund der Geruchsbelästigung noch eine neue Abluftreinigungsanlage eingebaut. Im September 2004 wurde das Werk jedoch geschlossen. Im Jänner 2010 übernahm Markus Trummer das Gelände von der Hypo.

Ein Zentrum für Kultur, Freizeit und Kreativität soll hier in den kommenden Jahren entstehen. Und der erste kleine Teil des Projekts ist auch schon abgeschlossen. Anfang Oktober 2010 bezog der Grazer Verlag "edition keiper" die Büro- und Lagerräumlichkeiten im revitalisierten Bürogebäude des Taggerwerks. Darüber haben Fotografen, Grafiker und Ziviltechniker bereits ihr Büro bezogen.

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