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==Guttenberg-Schlösschen==
==Guttenberg-Schlösschen==


An der nördlichen Stadtgrenze, oberhalb des Dorfes Weinzödl, steht einsam und von Wald umgeben eine historistische Villa aus der Jahrhundertwende, die 1898 - womöglich als Gegenstück zu der am gegenüberliegenden Bergsporn stehenden Burgruine Gösting - als Schlösschen konzipiert wurde. Der Bauakt unter der Hausnummer Weinzödl 51 besagt: "Josef Hinke, Stadtbaumeister Graz. Plan zur Herstellung eines Zubaues an das Wohnhaus N. 51 für Ihrer Hochgeboren Frau Clementine von Guttenberg". Der eingereichte Plan zeigt, dass an ein bestehendes dreiachsiges Gebäude im Westen ein quadratischer Baublock angefügt wurde. Damals wird auch die Fassade und die ganze Konzeption des Gebäudes erneuert worden sein.
An der nördlichen Stadtgrenze, oberhalb des Dorfes Weinzödl, steht einsam und auf einer Lichtung am Berghang eine historistische Villa aus der Jahrhundertwende, die 1898 - womöglich als Gegenstück zu der am gegenüberliegenden Bergsporn stehenden Burgruine Gösting - als Schlösschen konzipiert wurde. Der Bauakt unter der Hausnummer Weinzödl 51 besagt: "Josef Hinke, Stadtbaumeister Graz. Plan zur Herstellung eines Zubaues an das Wohnhaus N. 51 für Ihrer Hochgeboren Frau Clementine von Guttenberg". Der eingereichte Plan zeigt, dass an ein bestehendes dreiachsiges Gebäude im Westen ein quadratischer turmartiger Baublock angefügt wurde, der in Richtung Nord noch einen Trakt angebaut bekam. Damals wird auch die Fassade und die ganze Konzeption des Gebäudes erneuert worden sein. Interessant ist an der Südfront eine Sonnenuhr.


Der aktuelle Bau ist zwei- bis dreigeschossig und stark gegliedert. Ganz an der Westseite ein turmartiger Bauteil mit einem zwiebelartigen Turm, dem ein schlanker Kapellenturm aufgesetzt ist. Die Südfront mit einem abgestuften Rundgiebel springt um eine Achse vor, der höher stehende, wieder zurück springende östliche Teil hat ebenfalls einen Rundgiebel, unter dem ein pittoresker, von einem kleinen Dach geschützter Holzbalkon hervorsticht, der über dem Eingangshalle liegt.   
Der aktuelle Bau ist zwei- bis dreigeschossig und stark gegliedert. An der Westseite rechts ein turmartiger Bauteil mit einem zwiebelartigen Turm, dem ein schlanker Glockenturm aufgesetzt ist; links ein Bauteil mit neobarockem Rundgiebel. Die Südfront - ebenfalls mit Rundgiebel - springt gegenüber dem höher stehenden Osttrakt um eine Achse vor. Der Ostteil gleicht dem Nordwest-Trakt, trägt aber einen pittoresken, von einem kleinen Dach geschützten Holzbalkon, der über dem Eingangshalle liegt.   


''Kommentar: Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare, qualitätvolle Gebäude ist ein schönes Beispiel einer in Schlösschenform errichteten Villa. Es ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Seiner Erhaltung widmen die Besitzer großes Augenmerk, wofür ihnen gedankt werden soll.''
''Kommentar: Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare, qualitätvolle Gebäude ist ein schönes Beispiel einer in Schlösschenform errichteten Villa. Es ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Seiner Erhaltung widmen die Besitzer großes Augenmerk, wofür ihnen gedankt werden soll.''


[[Kategorie:Schutz-Kataster Andritz]][[Kategorie:Weinzödl]][[Kategorie:Adresse]]
[[Kategorie:Schutz-Kataster Andritz]][[Kategorie:Weinzödl]][[Kategorie:Adresse]]

Version vom 11. September 2011, 19:51 Uhr

47° 6' 44.35" N, 15° 22' 54.34" E

Guttenberg-Schlösschen

An der nördlichen Stadtgrenze, oberhalb des Dorfes Weinzödl, steht einsam und auf einer Lichtung am Berghang eine historistische Villa aus der Jahrhundertwende, die 1898 - womöglich als Gegenstück zu der am gegenüberliegenden Bergsporn stehenden Burgruine Gösting - als Schlösschen konzipiert wurde. Der Bauakt unter der Hausnummer Weinzödl 51 besagt: "Josef Hinke, Stadtbaumeister Graz. Plan zur Herstellung eines Zubaues an das Wohnhaus N. 51 für Ihrer Hochgeboren Frau Clementine von Guttenberg". Der eingereichte Plan zeigt, dass an ein bestehendes dreiachsiges Gebäude im Westen ein quadratischer turmartiger Baublock angefügt wurde, der in Richtung Nord noch einen Trakt angebaut bekam. Damals wird auch die Fassade und die ganze Konzeption des Gebäudes erneuert worden sein. Interessant ist an der Südfront eine Sonnenuhr.

Der aktuelle Bau ist zwei- bis dreigeschossig und stark gegliedert. An der Westseite rechts ein turmartiger Bauteil mit einem zwiebelartigen Turm, dem ein schlanker Glockenturm aufgesetzt ist; links ein Bauteil mit neobarockem Rundgiebel. Die Südfront - ebenfalls mit Rundgiebel - springt gegenüber dem höher stehenden Osttrakt um eine Achse vor. Der Ostteil gleicht dem Nordwest-Trakt, trägt aber einen pittoresken, von einem kleinen Dach geschützten Holzbalkon, der über dem Eingangshalle liegt.

Kommentar: Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare, qualitätvolle Gebäude ist ein schönes Beispiel einer in Schlösschenform errichteten Villa. Es ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Seiner Erhaltung widmen die Besitzer großes Augenmerk, wofür ihnen gedankt werden soll.

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