Kirchweg 1: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Baugeschichte

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==Franzosen-Denkmal von 1809==
==Denkmal und Massengräber von 1809==


Der bedeutende Grazer Architekt Georg Hauberrisser d. Ä. hat die Feldzeugamtskaserne 1844 errichtet. Das Gebäude in der Lazarettgasse b hat 17 Achsen und drei Geschosse. Die einfache Fassadengliederung ist durch ein rustiziertes Sockelgeschoss und steinerne rechteckige Fenstergewände geziert. Das breite Rechteckportal in der Gebäudemitte ist von Pilastern gerahmt und bekrönt von einem flachen, angedeuteten Giebel. Zusammen mit Lazarettgasse 21 wurde der Komplex auch als Artillerie-Feld-Zeughaus bezeichnet. Im anschließenden, an die Oeverseegasse grenzenden Hofareal links und rechts die ehemaligen Stallungen, zwei eingeschossige Trakte. Der nördliche zeichnet sich durch drei Rundbogensteinportale aus der Bauzeit aus, im Inneren sind Gewölbe durch weite Gurtbögen unterteilt.  
Die Besetzung der Stadt Graz durch französische Truppen im Sommer 1809 und acht vergebliche Versuche, die Festung auf dem Schloßberg zu stürmen, hat vielen Franzosen das Leben gekostet. Die Angaben darüber schwanken stark. Aus einem Stadtplan von ca. 1910 ist zu erkennen, dass sich im Bereich zwischen Mühlgang, Kirchweg und Augasse Massengräber der Franzosen befunden haben. Hier hatten sie auch ein Lager aufgeschlagen. Im Jahre 1913 wurde bei Kirchweg 1 dieses Denkmal in Form eines Marmor-Obelisken auf einem Sandsteinsockel errichtet. Sein französischer Text besagt:


Das ehemalige Kasernengebäude, seit langem Miethaus stand mit dem Hauptgebäude in der Lazarettgasse, dem Hofeinfahrtstor und dem Hofgebäude bis vor kurzem unter Denkmalschutz; dieser wurde jedoch vor kurzem aufgehoben. 
Nach: DEHIO 1979)
   
   
(Nach: ÖKZ 1984)
''Kommentar: Das Denkmal liegt in keiner Altstadt-Schutzzone und ist nicht denkmalgeschützt. ''
''Kommentar: Durch Proteste der Anrainer gegen einen Bebauungsplan wurde der skandalöse Vorgang um die Aufhebung des Denkmalschutzes publik. Investoren wollen die Stallungen im Hof niederlegen und zwei Punkt-Häuser errichten, die zu den umliegenden Bauten in keinem erkennbaren Raumverhältnis stehen. Die Vorgangsweise, den Schutz auch der Stallungen aufzuheben, weil am Hauptgebäude unerlaubt gebaut wurde, empört die Liebhaber des Grazer Bauerbes. Bisher wurde nicht bekannt, ob der verantwortliche Bauherr die vorgesehene Geldbuße geleistet hat.''


[[Benutzer:Laukhardt|Laukhardt]] 00:00, 15. Okt. 2011 (CEST)
[[Benutzer:Laukhardt|Laukhardt]] 13:39, 16. Okt. 2011 (CEST)


[[Kategorie:Schutz-Kataster Gries]][[Kategorie:Lazarettgasse]][[Kategorie:Adresse]][[Kategorie: gefährdet]][[Kategorie:aktuell]]
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Version vom 16. Oktober 2011, 12:39 Uhr

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Denkmal und Massengräber von 1809

Die Besetzung der Stadt Graz durch französische Truppen im Sommer 1809 und acht vergebliche Versuche, die Festung auf dem Schloßberg zu stürmen, hat vielen Franzosen das Leben gekostet. Die Angaben darüber schwanken stark. Aus einem Stadtplan von ca. 1910 ist zu erkennen, dass sich im Bereich zwischen Mühlgang, Kirchweg und Augasse Massengräber der Franzosen befunden haben. Hier hatten sie auch ein Lager aufgeschlagen. Im Jahre 1913 wurde bei Kirchweg 1 dieses Denkmal in Form eines Marmor-Obelisken auf einem Sandsteinsockel errichtet. Sein französischer Text besagt:

Nach: DEHIO 1979)

Kommentar: Das Denkmal liegt in keiner Altstadt-Schutzzone und ist nicht denkmalgeschützt.

Laukhardt 13:39, 16. Okt. 2011 (CEST)

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