Weinzödl 37: Unterschied zwischen den Versionen

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Datei:Weinzödl, Blick von Ruine.JPG | Weinzödl von der Ruine Gösting aus (Foto Laukhardt 2011)
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Datei:Weinzödl 36, 37, Kapelle.JPG|Kapelle gegenüber Nr. 36, hinten Nr. 37 (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Weinzödl 36, 37, Kapelle.JPG|Kapelle gegenüber Nr. 36, hinten Nr. 37 (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Weinzödl_37.JPG|Der Hof in Weinzödl 37(Foto Laukhardt 2011)
Datei:Weinzödl_37.JPG|Der Hof in Weinzödl 37 (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Weinzödl,_Kapelle,_Figuren.JPG|Inneres der Kapelle(Foto Laukhardt 2011)
Datei:Weinzödl,_Kapelle,_Figuren.JPG|Inneres der Kapelle(Foto Laukhardt 2011)
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Im Zentrum des Dorfes Weinzödl steht gegenüber dem Kraftwerk an einer Straßengabelung eine Wegkapelle, lt. Inschrift 1864 erbaut, ein Rechteckbau mit Apsis, Dreiecksgiebel und einem Glocken-Giebelreiter; der schlichte Altaraufbau ist spätbarock-klassizistisch, die am Boden stehenden Figuren der Maria und des Johannes Evangelist entstammen dem 4. Viertel des 18. Jahrhunderts, beiderseits der Altarnische Wandfresken, vermutlich aus der Erbauungszeit. Die denkmalgeschützte Kapelle ist wahrscheinlich die Nachfolgerin eines Kreuzes, das  hier - knapp vor den gefährlichen Katarakten des Murdurchbruches - den Schutz der auf dem Floß Reisenden gewährleisten sollte, wie Kyselak 1825 dramatisch schilderte.   
Im Zentrum des Dorfes Weinzödl steht gegenüber dem Kraftwerk an einer Straßengabelung eine Wegkapelle, lt. Inschrift 1864 erbaut, ein Rechteckbau mit Apsis, Dreiecksgiebel und einem Glocken-Giebelreiter; der schlichte Altaraufbau ist spätbarock-klassizistisch, die am Boden stehenden Figuren der Maria und des Johannes Evangelist entstammen dem 4. Viertel des 18. Jahrhunderts, beiderseits der Altarnische Wandfresken, vermutlich aus der Erbauungszeit. Die denkmalgeschützte Kapelle ist wahrscheinlich die Nachfolgerin eines Kreuzes, das  hier - knapp vor den gefährlichen Katarakten des Murdurchbruches - den Schutz der auf dem Floß Reisenden gewährleisten sollte, wie Kyselak 1825 dramatisch schilderte.   


Gegenüber der Kapelle das eher unscheinbare Haus Nr. 36, daneben auf Nr. 37 ein auffälliger zweigeschossiger Bauernhof mit Schopfwalmgiebel, wohl aus  dem 18. Jahrhundert, heute mit modernisierten Fenstern, ansonsten mit provisorisch wirkendem Fassadenputz.  
Gegenüber der Kapelle das eher unscheinbare Haus Nr. 36, daneben auf Nr. 37 ein auffälliger zweigeschossiger Bauernhof mit Schopfwalmgiebel, wohl aus  dem 18. Jahrhundert, heute mit modernisierten Fenstern, ansonsten mit provisorisch wirkendem Fassadenputz. Vielleicht bestand hier das Wirtshaus des Alois Pirker „zur Kapelle“.  


(Nach: Hans von der Sann, Andritz; DEHIO 1979)


''Kommentar: Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare Ensemble ist das Kernstück des ehemaligen Weinbauerndorfes Weinzödl. Das Haus Weinzödl 37 ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Seiner Erhaltung bzw. gestalterischen Verbesserung sollte großes Augenmerk gewidmet werden, wozu eine Ausweisung als Dorfgebiet wünschenswert wäre (siehe auch Weinzödl 44).''
''Kommentar: Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare Ensemble ist das Kernstück des ehemaligen Weinbauerndorfes Weinzödl. Das Haus Weinzödl 37 ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Seiner Erhaltung bzw. gestalterischen Verbesserung sollte großes Augenmerk gewidmet werden, wozu eine Ausweisung als Dorfgebiet wünschenswert wäre (siehe auch Weinzödl 44).''


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Version vom 8. Januar 2012, 18:15 Uhr

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Dorfkern von Weinzödl

Im Zentrum des Dorfes Weinzödl steht gegenüber dem Kraftwerk an einer Straßengabelung eine Wegkapelle, lt. Inschrift 1864 erbaut, ein Rechteckbau mit Apsis, Dreiecksgiebel und einem Glocken-Giebelreiter; der schlichte Altaraufbau ist spätbarock-klassizistisch, die am Boden stehenden Figuren der Maria und des Johannes Evangelist entstammen dem 4. Viertel des 18. Jahrhunderts, beiderseits der Altarnische Wandfresken, vermutlich aus der Erbauungszeit. Die denkmalgeschützte Kapelle ist wahrscheinlich die Nachfolgerin eines Kreuzes, das hier - knapp vor den gefährlichen Katarakten des Murdurchbruches - den Schutz der auf dem Floß Reisenden gewährleisten sollte, wie Kyselak 1825 dramatisch schilderte.

Gegenüber der Kapelle das eher unscheinbare Haus Nr. 36, daneben auf Nr. 37 ein auffälliger zweigeschossiger Bauernhof mit Schopfwalmgiebel, wohl aus dem 18. Jahrhundert, heute mit modernisierten Fenstern, ansonsten mit provisorisch wirkendem Fassadenputz. Vielleicht bestand hier das Wirtshaus des Alois Pirker „zur Kapelle“.

(Nach: Hans von der Sann, Andritz; DEHIO 1979)

Kommentar: Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare Ensemble ist das Kernstück des ehemaligen Weinbauerndorfes Weinzödl. Das Haus Weinzödl 37 ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Seiner Erhaltung bzw. gestalterischen Verbesserung sollte großes Augenmerk gewidmet werden, wozu eine Ausweisung als Dorfgebiet wünschenswert wäre (siehe auch Weinzödl 44).

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