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Version vom 16. Februar 2017, 10:17 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8041
47° 2' 40.38" N, 15° 26' 33.48" E
Puchsteg
Mit der Übernahme der Barackensiedlung durch die Stadt im Juli 1947, ging auch der Puch-Steg, wie er schon damals genannt wurde, ins Eigentum von Graz über. Im April 1949 wurde ein erneuertes Bauwerk freigegeben. 1964765 und zuletze 2008 erfolgten umfassende Sanierungen.
(Nach Horst Bischof, Die Grazer Murübergänge und ihre Geschichte, Graz 2015).
Was hier nicht angesprochen wurde, ist die Tatsache, dass der Puch-Steg während des zweiten Weltkrieges eine wichtige Rolle spielte, als die Barackensiedlung zum "Lager Liebenau" geworden war. Auf der linken Seite des Murufers lag das 1940 errichtete Lager V mit seinen 190 Holzbaracken. Mit Platz für 5.000 Arbeiter war es während der NS-Zeit das größte Zwangsarbeiterlager in Graz.
Auch Luftbilder aus dem Jahr 1945 zeigen den Steg über die Mur nebem dem Lager V – trotzdem ist der Puchsteg heute mit „erbaut 1949“ beschildert, ohne einen entsprechenden Hinweis auf die Geschichte!
Der Arzt Dr. Possert wurde durch Erzählungen seiner Patienten auf das Lager V und die Geschehnisse des Jahres 1945 aufmerksam und recherchierte zu den Ermordungen ungarischer Juden – mit dem Ergebnis, dass im ehemaligen Lager wesentlich mehr Leichen vergraben sein könnten als bisher angenommen wurde.Univ.-Doz. Dr. Barbara Stelzl-Marx hat ihre Arbeit zu dem Thema in dem Buch „Das Lager Graz-Liebenau in der NS-Zeit“ zusammengefasst.
Der Steg stellt also eines der letzten Zeugenisse des NS-Terrors in Graz dar und verdient Denkmalschutz.- Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Der Puchsteg in unserer Zeit
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Lager Liebenau und Puchsteg (Luftbild) - 1945