Petersbergenstraße 9: Unterschied zwischen den Versionen

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|fertiggestellt wann=1787
|Textabschnittstitel=Ehem. Sternwirt
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|Textabschnitt=Im Vergleich mit der in der Neuen Galerie aufbewahrten Zeichnung von Joseph von Arbesser kann man erkennen, dass das traditionsreiche Gasthaus im Kern von St. Peter einige bauliche Veränderungen erfahren hat. Die hölzerne Eingangsveranda aus der Zeit um 1900 wich einem gemauerten Vorbau mit Walmdach. Deshalb ist das auch im DEHIO angeführte Hausportal erst bei der eigentlichen Südmauer zu sehen; so dürfte es auch der ASVK bei ihrer sehr oberflächlichen Besichtigung um Jahre 2020 entgangen sein. Die im Osten anschließende Gartenmauer mit ihrem kleinen Tor und dem großen Baum sind nicht erhalten geblieben. Auch die Dachausbauten haben sich stark verändert.
|Textabschnitt=Der Name "Stern" ist hier schon in der Josephinischen Landesaufnahme 1787 eingezeichnet.
Im Vergleich mit der in der Neuen Galerie aufbewahrten Zeichnung von Joseph von Arbesser kann man erkennen, dass das traditionsreiche Gasthaus im Kern von St. Peter einige bauliche Veränderungen erfahren hat. Die hölzerne Eingangsveranda aus der Zeit um 1900 wich einem gemauerten Vorbau mit Walmdach. Deshalb ist das auch im DEHIO angeführte Hausportal erst bei der eigentlichen Südmauer zu sehen; so dürfte es auch der ASVK bei ihrer sehr oberflächlichen Besichtigung um Jahre 2020 entgangen sein. Die im Osten anschließende Gartenmauer mit ihrem kleinen Tor und dem großen Baum sind nicht erhalten geblieben. Auch die Dachausbauten haben sich stark verändert.
Bemerkenswert jedoch bleibt das Steintor mit den Initialen M. W. und der auf den beiden Kämpfern eingemeißelten Jahreszahl 1810. Im Franziszeischen Kataster ist unter der Bauparzellen-Nr. 75 Mathias Weber, vulgo Lindenlex eingetragen. Dieses Steintor bildet mit den ähnlich gearbeiteten Toren der benachbarten Häusern [[Peterstalstraße 1]] (um 1810) und [[Petersbergenstraße 6]] (1767) ein historisches Ensemble, das unbedingt erhalten werden muss.
Bemerkenswert jedoch bleibt das Steintor mit den Initialen M. W. und der auf den beiden Kämpfern eingemeißelten Jahreszahl 1810. Im Franziszeischen Kataster ist unter der Bauparzellen-Nr. 75 Mathias Weber, vulgo Lindenlex eingetragen. Dieses Steintor bildet mit den ähnlich gearbeiteten Toren der benachbarten Häusern [[Peterstalstraße 1]] (um 1810) und [[Petersbergenstraße 6]] (1767) ein historisches Ensemble, das unbedingt erhalten werden muss.
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Version vom 7. Juni 2021, 15:16 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8042



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47° 3' 24.26" N, 15° 28' 25.82" E

Ehem. Sternwirt

Der Name "Stern" ist hier schon in der Josephinischen Landesaufnahme 1787 eingezeichnet.

Im Vergleich mit der in der Neuen Galerie aufbewahrten Zeichnung von Joseph von Arbesser kann man erkennen, dass das traditionsreiche Gasthaus im Kern von St. Peter einige bauliche Veränderungen erfahren hat. Die hölzerne Eingangsveranda aus der Zeit um 1900 wich einem gemauerten Vorbau mit Walmdach. Deshalb ist das auch im DEHIO angeführte Hausportal erst bei der eigentlichen Südmauer zu sehen; so dürfte es auch der ASVK bei ihrer sehr oberflächlichen Besichtigung um Jahre 2020 entgangen sein. Die im Osten anschließende Gartenmauer mit ihrem kleinen Tor und dem großen Baum sind nicht erhalten geblieben. Auch die Dachausbauten haben sich stark verändert.

Bemerkenswert jedoch bleibt das Steintor mit den Initialen M. W. und der auf den beiden Kämpfern eingemeißelten Jahreszahl 1810. Im Franziszeischen Kataster ist unter der Bauparzellen-Nr. 75 Mathias Weber, vulgo Lindenlex eingetragen. Dieses Steintor bildet mit den ähnlich gearbeiteten Toren der benachbarten Häusern Peterstalstraße 1 (um 1810) und Petersbergenstraße 6 (1767) ein historisches Ensemble, das unbedingt erhalten werden muss.

Kommentare

Der Entwurf zum Bebauungsplan 08.28.0 vom 8.4.2021 sieht vor, das charakteristische Gebäud durch einen U-förmigen Neubau mit 12 Metern Höhe zu ersetzen. Es ist aber zu hoffen, dass die ASVK diesem Plan nicht zustimmt.

Laukhardt (Diskussion) 20:07, 24. Apr. 2021 (CEST) Leider ist genau das Gegenteil der Fall: Die ASVK hat schon 2020 das Gebäude als nicht schutzwürdig zum Abbruch freigegeben. SOKO Altstadt hat öffentlich protestiert und auch eine Amtsaufsichtsbeschwerde eingereicht.

Laukhardt (Diskussion) 13:16, 20. Jul. 2021 (CEST)

Einzelnachweise

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