Grabenstraße 86: Unterschied zwischen den Versionen
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(Nach: Luschin, Rosenberg; Sikora, Grabenhofen; Pirchegger, Häuserbuch). | (Nach: Luschin, Rosenberg; Sikora, Grabenhofen; Pirchegger, Häuserbuch). | ||
Zweifel an der Lokalisierung entstanden, weil die im Schlösserbuch von Vischer 1681 wiedergegebene Ansicht zeigt, dass die heutige Grabenstraße direkt zwischen dem Schloss und seinem Garten verlief. Aus dem Bild wird aber deutlich, dass der Garten gegen die Straße ebenfalls durch eine Mauer abgeschlossen war. | Zweifel an der Lokalisierung entstanden, weil die im Schlösserbuch von Vischer 1681 wiedergegebene Ansicht zeigt, dass die heutige Grabenstraße direkt zwischen dem Schloss und seinem Garten verlief. Aus dem Bild wird aber deutlich, dass der Garten gegen die Straße ebenfalls durch eine Mauer abgeschlossen war. | ||
Freilegung der Kellermauern 2021: | |||
Eine Anrainerin alarmierte mich am 27.10.2021 um 11 Uhr, nachdem sie vom Denkmalamt keine befriedigende Auskunft darüber erhalten hatte, warum die Abbrucharbeiten (Ecke Hochsteingasse - Grabenstraße) nicht archäologisch begleitet würden. Ich machte mich sofort auf den Weg. An Ort und Stelle erfuhr ich, dass es vor Tagen eine Besichtigung bzw. sogar eine Begehung des Kellers gegeben habe und die Trümmer später noch untersucht werden sollen. | |||
Meine Fotos zeigen ein Richtung Nordwest noch etwas unter die Hochsteingasse reichendes Kellergewölbe aus Ziegeln, das auf die noch sichtbaren Reste einer über 1 m dicken, wohl älteren Steinmauer entlang der Grabenstraße aufgesetzt wurde. Hier sind deutlich Renaissance-Ziegel zu erkennen. Hofseitig war ebenfalls noch ein Stück einer Steinmauer knapp vor dem Abbruch sichtbar. | |||
Ich schloss mich in einer Meldung an die Kleine Zeitung (Mag. Hecke) der Kritik der Dame an, solche Freilegungen wären für die Geschichtsforschung von größter Bedeutung und dürften nicht so unbeobachtet vonstatten gehen. | |||
|Bildname1=Grabenhof, 16861.JPG | |Bildname1=Grabenhof, 16861.JPG | ||
|Bildbeschreibung1=Der Grabenhof (Vischers Schlösserbuch) | |Bildbeschreibung1=Der Grabenhof (Vischers Schlösserbuch) | ||
Version vom 28. Oktober 2021, 09:58 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
47° 5' 12.95" N, 15° 26' 12.16" E
Ehem. Schloss Grabenhofen
(Nach: Luschin, Rosenberg; Sikora, Grabenhofen; Pirchegger, Häuserbuch). Zweifel an der Lokalisierung entstanden, weil die im Schlösserbuch von Vischer 1681 wiedergegebene Ansicht zeigt, dass die heutige Grabenstraße direkt zwischen dem Schloss und seinem Garten verlief. Aus dem Bild wird aber deutlich, dass der Garten gegen die Straße ebenfalls durch eine Mauer abgeschlossen war.
Freilegung der Kellermauern 2021: Eine Anrainerin alarmierte mich am 27.10.2021 um 11 Uhr, nachdem sie vom Denkmalamt keine befriedigende Auskunft darüber erhalten hatte, warum die Abbrucharbeiten (Ecke Hochsteingasse - Grabenstraße) nicht archäologisch begleitet würden. Ich machte mich sofort auf den Weg. An Ort und Stelle erfuhr ich, dass es vor Tagen eine Besichtigung bzw. sogar eine Begehung des Kellers gegeben habe und die Trümmer später noch untersucht werden sollen. Meine Fotos zeigen ein Richtung Nordwest noch etwas unter die Hochsteingasse reichendes Kellergewölbe aus Ziegeln, das auf die noch sichtbaren Reste einer über 1 m dicken, wohl älteren Steinmauer entlang der Grabenstraße aufgesetzt wurde. Hier sind deutlich Renaissance-Ziegel zu erkennen. Hofseitig war ebenfalls noch ein Stück einer Steinmauer knapp vor dem Abbruch sichtbar.
Ich schloss mich in einer Meldung an die Kleine Zeitung (Mag. Hecke) der Kritik der Dame an, solche Freilegungen wären für die Geschichtsforschung von größter Bedeutung und dürften nicht so unbeobachtet vonstatten gehen.- Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Der Grabenhof (Vischers Schlösserbuch) - 1681
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Keller Richtung Hochsteingasse, 27.10. - 2021
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Keller Richtung Süden - 2021
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Mauer Grabenstraße von Norden - 2021
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Mauer Grabenstraße von Süden - 2021
Kommentare
Ich wäre sehr interessiert, Näheres aus der Sicht des Bundesdenkmalamtes zu erfahren. Mit schönen Grüßen. Antwort am selben Tag: Sehr geehrter Herr Dipl. Dolm. Laukhardt, danke für Ihr Interesse, ich kann Ihnen dazu mitteilen, dass das Bundesdenkmalamt über diese Abbruchmaßnahme bereits vor längerer Zeit informiert worden ist und sich in dieser Sache eingebracht hat. Daher wird eine auf Initiative des Bundesdenkmalamtes von der Eigentümerin beauftragte und mit Bescheid genehmigte archäologische Baubegleitung durchgeführt. Nach Auswertung der während der noch laufenden Abtragungen erworbenen Kenntnisse wird eine wissenschaftliche Dokumentation erstellt. Es ist also hier kein Informationsverlust durch unbeobachtete Grabungen bzw. Freilegungen zu befürchten. Mit freundlichen Grüßen, Christian Brugger
Laukhardt (Diskussion) 19:18, 28. Okt. 2021 (CEST)