Weinzödl 37
47° 6' 33.12" N, 15° 23' 28.02" E
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Weinzödl von der Ruine Gösting aus (Foto Laukhardt 2011)
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Kapelle gegenüber Nr. 36, hinten Nr. 37 (Foto Laukhardt 2011)
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Der Hof in Weinzödl 37(Foto Laukhardt 2011)
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Inneres der Kapelle(Foto Laukhardt 2011)
Dorfkern von Weinzödl
Im Zentrum des Dorfes Weinzödl steht gegenüber dem Kraftwerk an einer Straßengabelung eine Wegkapelle, lt. Inschrift 1864 erbaut, ein Rechteckbau mit Apsis, Dreiecksgiebel und einem Glocken-Giebelreiter; der schlichte Altaraufbau ist spätbarock-klassizistisch, die am Boden stehenden Figuren der Maria und des Johannes Evangelist entstammen dem 4. Viertel des 18. Jahrhunderts, beiderseits der Altarnische Wandfresken, vermutlich aus der Erbauungszeit. Die Kapelle ist wahrscheinlich die Nachfolgerin einer Andachtsstätte, die hier - bei den gefährlichen Katarakten des Murdurchbruches - den Schutz der Reisenden gewährleisten sollte.
Gegenüber der Kapelle das eher unscheinbare Haus Nr. 36, daneben auf Nr. 37 ein auffälliger zweigeschossiger Bauernhof mit Schopfwalmgiebel, wohl aus dem 18. Jahrhundert, heute mit modernisierten Fenstern, ansonsten mit provisorisch wirkendem Fassadenputz.
Kommentar: Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare Ensemble ist das Kernstück des ehemaligen Weinbauerndorfes Weinzödl. Es ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Seiner Erhaltung bzw. gestalterischen Verbesserung sollte großes Augenmerk gewidmet werden, wozu eine Ausweisung als Dorfgebiet wünschenswert wäre (siehe auch Weinzödl 44).