Weingartenweg 12
47° 4' 51.50" N, 15° 23' 38.26" E
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Das Schlösschen Foto Laukhardt 2010)
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Fresko und Fries (Foto Laukhardt 2011))
"Pascher-Schlösschen"
Hans Pascher, geboren am 19. Juni 1858 in St. Margarethen im Lavanttal (andere Version: in der Nähe von Ödenburg), war ein bedeutender Baumeister und Architekt der Jahrhundertwende, besonders im steirischen Kirchenbau seiner Zeit geschätzt. Die Villa am Weingartenweg, die er für sich selbt um 1900 im Stil eines romantischen, Schlösschens errichtet hatte, zeichnet sich durch bauliche Besonderheiten aus. Dem Beschauer bietet sich vom Garteneingang ein mächtiger viereckiger Turm mit einem Glockentürmchen, an den sich ein schlankes, rundes Turmbauwerk lehnt. Der hintere Teil des Baues wird wieder vone einem Viereck-Turm geprägt. Der ganze Bau zeichnet sich durch bemerkenswerte Fassadengestaltungen aus. So läuft unter dem First durchgehend ein Fries aus dekorativen Elementen und zwei Wappen mit drei Bienen. Das Obergeschoß der Vorderansicht zeigt über dem söllerartigen Balkon ein Fresko, darstellend eine historische Szene: eine mittelalterliche gewandete Frauengestalt, im Hintergrund eine Burg, mit ihren Rundturm an Kufstein erinnernd.
(Nach: Stadtarchiv Graz; Karin Brandtner, Der Architekt Hans Pascher (1858 - 1942), Kirchenbauten in der heutigen Steiermark, Diplomarbeit 1992; Senarclens, Achleitner, wo noch?)
Kommentar: Diese wirklich einem Dornröschen-Schloss ähnelnde Villa des Grazer Architekten Pascher scheint derzeit unbewohnt und befindet sich deutlich im Verfall. Vor allem das Fresko scheint sehr gefährdet. Als herausragendes Zeugnis der Architektur seiner Zeit und mit seinem Freskenschmuck muss unbedingt getrachtet werden, dass Bauwerk weiterhin zu erhalten. Es wäre daher dem Denkmalamt anzuraten, eine Unterschutzstellung des Baues in Erwägung zu ziehen.