Wiener Straße 88

Aus Baugeschichte

"Ehem. Mühle und Brauerei"

Auf dem Areal stand schon 1633 ein Mühlengebäude, ab 1697 bis in die Mitte des 19. Jh. auch ein Gasthaus und eine Brauerei. Das zweigeschossige, neuachsige Schopfwalmgiebelhaus diente dann verschiedenen anderen Funktionen, wurde nach Bombenschäden im 2. Weltkrieg wieder hergestellt. mit neunachsiger glatter Fassade und dreiachsigem Mittelrisalit. Das Haus wurd 1748 erstmals erwähnt und 1811 durch M. Kogler wieder umgestaltet. Das steingerahmte Korbbogenportal zeigt am Keilstein die Jahreszahl "1811". Gekehltes Dachgesims, Walmdach mit Dachhäuschen, die in letzter Zeit erneuert wurden.

Aus: ÖKT 1984

Kommentar: Dieses schöne Bürgerhaus ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch nicht in einer Altstadt-Schuttzzone. In der von vielen Abbrüchen gezeichneten Wiener Straße bietet es dem Auge eine wohltuende Abwechslung. Den Besitzern ist für den gepflegten Erhaltungszustand großer Dank auszusprechen. Das Gebäude sollte unbedingt erhalten werden und hätte Denkmalschutz verdient.

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