Am Andritzbach 30: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Koordinaten::  47° 3'32.25"N, 15°30'6.30"E]]
{{Adresse
|Strasse=Am Andritzbach
|Hausnummer=30
|Stadtbezirk=Andritz
|PLZ=8045
|Ort=Graz
|Denkmalschutz=Nein
|Bundesland=Steiermark
|Land=Österreich
|Language=de
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{{Karte
|Koordinaten=47.10419, 15.4157
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{{TextBilder
|Textabschnittstitel="Villa Wultsch (Steiner-Mühle)"
|Textabschnitt=Hier stand noch im 19. Jahrhundert die vom Andritzbach angetriebene "Steiner-Mühle". Hans von der Sann schildert sie in seinem Buch "Andritz": ''Endlich sei hier noch die für Dampfbetrieb eingerichtete Steinermühle des Herrn Rudolf Walenta erwähnt. Daselbst bestand ehemals ein Münzhammer; später wurde an Stelle desselben eine einfache Mühle errichtet."''
Die jährlichen Erhaltungskosten für die Wehrbauten an der Mur waren so hoch, daß die Hofkammer 1675 beschloss, den Münzhammer von der Mur an einen ruhigeren Ort am Andritzbach zu überpflanzen, wo zu Winters- und zu Sommerszeiten weder Mangel an Wasser noch eine Überschüttung zu befürchten war.  


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Das heutige zweigeschossiges Gebäude mit einer in Richtung Straße vorgesetzten altanartigen Terrasse erinnert noch an das hübsche Landhaus des Jahres 1832, aus dem es wohl durch Umbau in der 2. Hälfte des 19. Jh. hervorgegangen ist. Bis in die späten 1980er Jahre wurde der Bau als Direktionsvilla der Papierfabrik Arland genutzt; hier lebte Dr. Ferdinand Wultsch, Prof. an der TU Graz, der 1945 auch der Landesregierung unter Machold angehörte.


Datei:Am_Andritzbach_30.JPG| Die Villa, versteckt im Garten (Foto Laukhardt 2011)
(Nach: Hans von der Sann, Andritz; Wutschnig, Mühlgang; Konrad Steiner, Mühlgang)
Datei:Am_Andritzbach_30.JPG| Terrasse (Foto Laukhardt 2011)
|Bildname1=Am_Andritzbach_30,_Steiner-Mühle_1832.JPG
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|Bildbeschreibung1=Die Steiner-Mühle 1832 (Kuwasseg)
|Bildname2=Am_Andritzbach_30.JPG
|Bildbeschreibung2=Die Villa, versteckt im Garten
|Aufnahmejahr2=Laukhardt 2011
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|Bildbeschreibung3=Terrasse
|Aufnahmejahr3=Laukhardt 2011
}}
[[Kategorie:Schutz-Kataster Andritz]][[Kategorie:Unterandritz]][[Kategorie:gerettet]]


=="Villa Wultsch"==
{{References}}
 
{{Denkmalschutz}}
Das Gehöft besteht aus dem Wohngebäude mit rückwärtigem Veranda-Eingang und einem Nebengebäude. Die charakteristischen Gebäude in schöner Aussichtslage sind in gepflegtem Zustand.
{{Discussion}}
 
(Nach: ÖKT 1984)
 
''Kommentar: Das alte Gehöft macht einen malerischen Eindruck.  Seiner Erhaltung sollte auch weiterhin Augenmerk geschenkt werden.''
 
[[Kategorie:Schutz-Kataster Andritz]][[Kategorie:Unterandritz]][[Kategorie:Adresse]]

Aktuelle Version vom 5. Juni 2024, 14:41 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8045



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47° 6' 15.08" N, 15° 24' 56.52" E

"Villa Wultsch (Steiner-Mühle)"

Hier stand noch im 19. Jahrhundert die vom Andritzbach angetriebene "Steiner-Mühle". Hans von der Sann schildert sie in seinem Buch "Andritz": Endlich sei hier noch die für Dampfbetrieb eingerichtete Steinermühle des Herrn Rudolf Walenta erwähnt. Daselbst bestand ehemals ein Münzhammer; später wurde an Stelle desselben eine einfache Mühle errichtet."

Die jährlichen Erhaltungskosten für die Wehrbauten an der Mur waren so hoch, daß die Hofkammer 1675 beschloss, den Münzhammer von der Mur an einen ruhigeren Ort am Andritzbach zu überpflanzen, wo zu Winters- und zu Sommerszeiten weder Mangel an Wasser noch eine Überschüttung zu befürchten war.

Das heutige zweigeschossiges Gebäude mit einer in Richtung Straße vorgesetzten altanartigen Terrasse erinnert noch an das hübsche Landhaus des Jahres 1832, aus dem es wohl durch Umbau in der 2. Hälfte des 19. Jh. hervorgegangen ist. Bis in die späten 1980er Jahre wurde der Bau als Direktionsvilla der Papierfabrik Arland genutzt; hier lebte Dr. Ferdinand Wultsch, Prof. an der TU Graz, der 1945 auch der Landesregierung unter Machold angehörte.

(Nach: Hans von der Sann, Andritz; Wutschnig, Mühlgang; Konrad Steiner, Mühlgang)



Kommentare

Das inzwischen durch moderne Dachfenster ergänzte und von modernen Wohnbauten etwas eingeengte Gebäude ist nicht denkmalgeschützt und liegt in keiner Altstadt-Schutzzone. Es ist nicht nur als Bau bemerkenswert, sonder auch für die Grazer Industriegeschichte bedeutsam, weshalb seiner Erhaltung auch weiterhin Augenmerk geschenkt werden sollte. Laukhardt

Einzelnachweise

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